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Interview : Wie jung ist Bayreuth, Frau Wagner?

  • Aktualisiert am

Katharina Wagner und Vater Wolfgang Bild: picture-alliance / dpa/dpaweb

Katharina Wagner spricht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die diesjährigen Festspiele, die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang, Familienstreitigkeiten, Skandale und die Faszination von Macht.

          9 Min.

          Katharina Wagner spricht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung über die diesjährigen Festspiele, die Nachfolge ihres Vaters Wolfgang, Familienstreitigkeiten, Skandale und die Faszination von Macht.

          Am Montag beginnen die 55. Festspiele. Wie ist die Stimmung zuhause, Frau Wagner?


          Die „Tristan“-Produktion lief sehr ruhig, konzentriert, gelassen. Keine Skandale. Schon fast langweilig. Nee, Spaß beiseite, die Stimmung ist gut.


          Sie haben Marthalers Tristan schon gesehen. Hat er Sie überzeugt?

          Familie Wagner bei der Eröffnung 2004


          Mich persönlich ja. Das, was man von Herrn Marthaler erwartet, bekommt man auch, möchte ich mal behaupten. Es ist natürlich nicht ganz so romantisch, wie sich das vielleicht der eine oder andere bei „Tristan“ wünscht, aber ich finde gerade das sehr erfrischend, gerade diese Kombination - „Tristan“ und Marthaler - bringt einiges an Nüchternheit in das Stück.


          Ich habe gehört, es soll sehr konventionell und gar nicht typisch marthaler-skurril sein.


          Die typischen Marthaler-Elemente sind natürlich drin - und die funktionieren auch. Eine seiner großen Stärken ist es ja, Leute auch einfach mal nichts tun zu lassen. Das klingt banal, aber ich weiß selbst als Regisseur, wie schwierig es ist, Sänger stillzustellen, daß die nicht immer ihre Hände bewegen oder mit Requisiten hantieren. Aber es ist natürlich immer die Frage, wie skurril kann man einen „Tristan“ machen. Diese langen Duette, die, nebenbei bemerkt, auch sehr schwierig zu singen sind, da muß man natürlich auch Rücksicht auf die Sänger nehmen, klar.


          Während der Probenzeit war es wirklich sehr ruhig, auch verglichen mit dem Lärm um Christoph Schlingensief vergangenes Jahr. Dennoch wollen Christoph Marthaler und seine Bühnenbildnerin Anna Viebrock dem Premierenempfang angeblich fernbleiben. Also doch ein Eklat?


          Frau Viebrock hat offiziell abgesagt, ich glaube aber nicht, daß das an irgendwelchen Spannungen hier lag. Vielleicht mag sie einfach solche Anlässe nicht. Ist ja auch kein Zwang. Mein Vater prügelt da niemanden hin.


          Auf Schlingensiefs Homepage steht ein aktuelles Interview mit ihm, ich zitiere: Ich dachte letztes Jahr, es läge an uns und unserer ,Unerfahrenheit'. Aber wenn ich dieses Jahr sehe, was da bei Marthaler los ist, dann denke ich, der Mann ist ein musikalisches Genie und hat es auch so schwer. Wie kann denn so was sein? Inwiefern hatte Marthaler es hier schwer?


          Das weiß ich jetzt ehrlich gesagt nicht. Da drang nichts an meine Ohren. Ich habe jetzt auch Herrn Schlingensiefs Homepage nicht gelesen. Ich weiß auch gar nicht, ob Herr Marthaler weiß, was da steht, das würde mich mal interessieren.


          Als damals Schlingensief, Marthaler und Lars von Trier für Bayreuth engagiert wurden - von Trier hat dann ja wieder abgesagt -, dachten alle, da steckten Sie dahinter. Als junger Geist, als neuer Wind in Bayreuth gewissermaßen. War das so?


          Bayreuth hat einen kleinen Spielplan, der sehr überschaubar ist. Natürlich werden Namen diskutiert, eine ganze Liste sogar, man tauscht sich aus. Am Schluß entscheidet einer, nämlich mein Vater, wer engagiert wird. Aber wenn ich irgendwo eine gute Aufführung sehe, sage ich schon, guck dir das mal an, vielleicht könnte der was sein. Marthaler und „Tristan“ zum Beispiel, da waren sich alle sofort einig, daß die wie füreinander gemacht sind. Das fanden alle sofort eine super Idee.


          Nach der Absage von Lars von Trier macht nun Tankred Dorst im nächsten Jahr den „Ring“. Er hat noch nie eine Oper inszeniert, ist dann achtzig Jahre alt. Wirkt ein bißchen willkürlich, so als Ersatz für Trier. Wie kam es zu Dorst?


          Das müssen Sie meine Eltern fragen. Ich habe mich grundsätzlich bei „Ring“-Regisseuren immer sehr bedeckt gehalten, weil ich es sehr schwierig finde, da eine gute Empfehlung abzugeben. Lars von Trier war auch nicht meine Idee, sondern die meines Vaters.

          Bedeutet die Entscheidung für Dorst, daß das Projekt „mutiges junges Bayreuth“ vorläufig wieder beendet ist? Oder gab es ein solches nie?


          Die Leute werden hier nicht nach Namen ausgesucht, sondern danach, ob der Festspielleiter denkt, daß ein bestimmtes Stück ihnen liegt.


          Christian Thielemann, der den „Ring“ dirigieren wird, hat gesagt, er wünsche sich „endlich mal wieder einen Wotan ohne Aktentasche“. Sie auch?

          Nicht unbedingt. Kommt drauf an, was Wotan mit der Aktentasche macht und was er da drin hat. Jemandem einfach eine Aktentasche in die Hand zu drücken, damit jeder Depp versteht, Kinder, es spielt heute, das ist natürlich ein bißchen platt. Ich glaube, Thielemann meinte damit, er wolle eine gewisse Plumpheit nicht sehen.


          Sie haben bisher dreimal inszeniert, zweimal Wagner, einmal Lortzing. Jedesmal spielte eine große Rolle, in welche Zeit Sie es verlegten. Ihr „Lohengrin“ spielte im Budapest von 1956, der „Waffenschmied“ im deutschen Vormärz. 2007 werden Sie in Bayreuth die „Meistersinger“ machen. Wissen Sie schon, in welcher Zeit es spielen wird?


          Ich habe schon eine Vorstellung, aber die muß ich erst noch überprüfen, bevor ich etwas darüber sagen kann.


          Arbeiten Sie wieder mit demselben jungen Team, mit dem Sie immer arbeiten?


          Ja. Herr Sollich macht Dramaturgie und Herr Dodge Bühne und Kostüme.


          Als Sie das erste Mal inszenierten, in Würzburg den „Fliegenden Holländer“, stand in der „Zeit“, Sie würden Ihren Dramaturgen so oft um Rat fragen, daß sein Name ein Witz über Sie sei: Soll ich?


          Ja, der Name reizt natürlich dazu. Natürlich diskutiere ich viel mit meinem Dramaturgen. Dafür habe ich ihn. Und ich habe mir mit Absicht Leute geholt, die sich kritisch mit mir auseinandersetzen und auch mal widersprechen.


          Ist es ein Vorteil oder ein Nachteil, unterschätzt zu werden?


          Manchmal ist es von Vorteil. Blondinen werden ja grundsätzlich unterschätzt, das kann man ausspielen und für sich nutzen.


          In Würzburg ließen Sie die offiziellen Theaterpostkarten mit einem Barbie-Motiv bedrucken. Aus Trotz?


          Das war doppeldeutig. Ich wurde in der Presse als Barbiepuppe meines Vaters bezeichnet, aber im Stück spielte auch eine Barbiepuppe mit. So ein plumper Selbstbezug war es also nicht, aber wer es darin sehen wollte, durfte das gerne tun.


          Was ist Ihnen als Regisseurin lieber: Buhs vom Publikum und Lob in den Feuilletons - oder andersherum?


          Ich glaube, es kann überhaupt nur so gehen, daß man selbst dahintersteht. Aber es ist einer der schwierigsten Berufe, man kann es nicht zweitausend Leuten recht machen, es geht einfach nicht. Ein Teil des Publikums wird immer buhen.


          Die Kritiken für Ihre erste Inszenierung fielen durchweg respektvoll aus. Von der Tochter Wolfgang Wagners hatte man wohl konventionelleres Musiktheater erwartet.


          Sicher. Ich wollte es aber nicht extra ganz anders machen als mein Vater. Regie funktioniert nicht, wenn man gegen was arbeiten muß, glaube ich.


          Gehen Sie oft in die Oper?


          Oft ist so eine schwierige Frage...


          Gehen Sie gerne in die Oper?


          Das ja. Und manche Inszenierung schaue ich mir gerne x-mal an. Zum Beispiel den „Freischütz“ von Nel an der Komischen Oper, der ist immer wieder wunderbar böse. Ein erfrischender „Freischütz“.


          Sie sind seit 2001 „planend und koordinierend“ bei den Festspielen tätig, wie es heißt. Was genau ist Ihre Funktion?


          Ich bin Assistentin der Festspielleitung. Und im Moment Regieassistentin für „Lohengrin“.


          Letztes Jahr waren Sie Assistentin bei Schlingensiefs „Parsifal“. Als es zwischen ihm und dem Tenor Endrik Wottrich, Ihrem Lebensgefährten, zum Streit kam, haben Sie vermittelt.


          Was heißt vermittelt. Schauen Sie, das sind zwei erwachsene Männer. Natürlich habe ich versucht zu vermitteln, aber irgendwann hatten sich die beiden so festgefahren auf ihre jeweiligen Positionen, daß man nur noch sagen konnte, paßt auf, macht es unter euch aus.


          War Ihnen die Situation unangenehm?


          Wenn man so möchte, privat ja. Professionell streiten sich halt mal zwei.


          Um auf ein Detail des Streits einzugehen: Sagen Sie auch „Neger“ wie Herr Wottrich?


          Nee, eigentlich nicht. Als ich klein war, sagte man noch „Negerkuß“, das ist, glaube ich, der einzige Zusammenhang, in dem ich es verwende.


          Waren Sie in Ihrer Kindheit eher ein Mama- oder ein Papakind?


          Schwierige Frage. Es heißt immer, Töchter sind Papakinder, oder? Ich glaube, ich bin beides. Immer noch.

          In Ihrem „Waffenschmied“ am Gärtnerplatztheater haben Sie die Tochter, Marie, an den Vater gekettet.


          Das hat aber nichts mit mir zu tun gehabt.


          Ihr Vater sagte, darauf angesprochen: „Das ist ihre Sache. Aber wir sind ja schließlich in einer besonderen Form verbunden.“ Inwiefern: besonders?


          Mein Vater und ich haben in vielem dieselbe Art. Wer uns kennt, der merkt es - . . . gewisse Gesten, die Art zu sprechen, wie wir Sätze abhacken teilweise, wie umständlich wir uns ausdrücken ... Mein Vater und ich, wir schaffen es irgendwie, über zwei Din-A4-Seiten einen Satz zu schreiben, ohne einen Punkt zu setzen.


          Sind Sie Ihrem Vater auch im Beruf ähnlich? Sind Sie auch aufbrausend und schreien schon mal?


          Man muß sagen, daß es bei meinem Vater sehr lang dauert, bis er mal schreit. Es stimmt nicht, daß er das gerne tut. Wenn er mal ausrastet, dann richtig, ja, aber da muß ihn schon etwas ziemlich lang vorher aufgeregt haben. Das kenne ich auch von mir, und bei mir dauert es auch sehr lang. Aber bei einer Produktion bin ich noch nie ausgerastet.


          Stimmt es, daß Ihre Mutter Ihnen die Kleider aussucht, die Sie während der Festspiele tragen? Stand im „Stern“.


          Das ist verzerrt dargestellt. Sie bestellt eine Auswahl von Kleidern, und aus der suche ich mir dann etwas aus. Sie nimmt mir da die Arbeit ab. Das, was die Tochter das ganze Jahr nicht auf die Reihe kriegt, nämlich, sich um ein Kleid zu kümmern, das nimmt sie mir ab.


          Angeblich hat hinter den Kulissen Ihre Mutter in Bayreuth so ziemlich das Sagen. Sie hat sich ja auch mal um die Nachfolge der Festspielleitung beworben, wurde vom Stiftungsrat aber abgelehnt. Welche offizielle Funktion hat sie inne?


          Ich glaube, das nennt sich persönliche Referentin der Festspielleitung.


          Stimmt es, daß sie Marthalers Freundin von den Proben ausgeschlossen hat?


          Wieso sollte sie das tun? Ich kann mir höchstens vorstellen, daß vielleicht vergessen wurde, einen Hausausweis für sie zu beantragen, und daß die Aufsicht sie dann nicht reinlassen wollte, und meine Mutter sagt natürlich der Aufsicht, daß sie streng sein soll, sonst wird das zu voll. Aber das ist rein hypothetisch.


          Dann stimmt wahrscheinlich auch nicht, wie in der „Welt“ zu lesen war, daß Ihre Mutter sich angeblich vertraglich ein Mitmachrecht bei Tankred Dorsts „Ring“ hat zusichern lassen?


          Die Frau von Herrn Dorst arbeitet da mit. Meine Mutter? Nein.


          Sie gelten als wahrscheinliche Nachfolgerin Ihres Vaters. Inzwischen sagen Sie selbst, daß Sie es nicht ausschließen.


          Sagen wir so: Ich schließe Dinge generell nicht aus. Ich schließe auch nicht aus, daß ich über die Straße gehe und vom Auto überfahren werde.


          Würden Sie die Festspiele denn gerne leiten?


          Das ist eine Frage, die ich mir stelle, wenn es soweit ist. Und das ist kein Ausweichen auf diese Frage. Das ist meine Persönlichkeit. In der heutigen Zeit kann sich alles so schnell verändern. Firmen gehen von heute auf morgen pleite, Zuschüsse werden auf einmal eingefroren ...


          Die Frage ist doch ganz einfach: Würden Sie es gerne machen? Nehmen wir einfach mal an, alles geht gut, wird immer besser, es gibt noch mehr Zuschüsse ...


          So rosig wird es leider nicht aussehen.


          Puh, ist das kompliziert. Wäre der Beruf Ihres Vaters etwas, das Ihnen Spaß machen könnte?


          Ich sage mal: theoretisch ja. Das kommt aber auf den Zeitpunkt und die eigenen Lebensumstände an. Hypothetisch und theoretisch kann ich es bejahen, aber es spielen noch so viele Faktoren mit rein, daß ich es nicht als Ja stehenlassen kann.


          Sie waren auf einem Wirtschaftsgymnasium, haben Klavier gelernt, Theaterwissenschaften studiert. Klingt alles wie der direkte Weg zur Festspielleitung. Haben Sie in Ihrem Leben je eine seltsame Abzweigung genommen, gibt es etwas Krummes in Ihrer Biographie?


          Meinen Sie nächtliche Saufexzesse? Die hat doch jeder mal.


          Eher ob Sie mal überlegt haben, eine Surfschule auf Mallorca aufzumachen oder so etwas in der Art.


          Ich saß natürlich nicht nur daheim und habe Klavier gespielt, man geht auch mal in die Disko, fährt in Urlaub, trinkt auch mal einen Cocktail zuviel, ganz normal, wie jeder andere auch. Aber ich hatte nie den Drang, als Animateurin in einem Klub zu arbeiten oder Gogo-Tänzerin zu werden oder sonst irgendwas, nein.


          Sie haben nie gegen Ihre Herkunft rebelliert?


          Nein. Es gab auch keinen Grund. Meine Eltern haben mich sehr selbständig erzogen.


          Leben Sie in Bayreuth in einer eigenen Wohnung?


          Ich wohne bei meinen Eltern im Haus, aber das ist fast eine eigene Wohnung.


          Und in Berlin, wohnen Sie immer noch in der Richard-Wagner-Straße?


          Ja.


          Man kann es mutig finden, daß Sie sich als Urenkelin von Richard Wagner in dessen Fußstapfen begeben - man kann es aber auch sehr bequem finden. Sie setzen sich in ein gemachtes Nest.


          Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht.

          Sie inszenieren Wagner, arbeiten in Bayreuth: Hatten Sie nie Lust, mal etwas ganz Eigenes zu machen?


          Die Leute, die mich kennen, wissen, daß ich sehr eigen bin. In meinen Inszenierungen sieht man auch, daß ich anders bin als mein Vater. Ich wüßte nicht, wie ich etwa als Profisportlerin mehr ich selbst sein könnte.


          Haben Sie sich je Geschwister gewünscht? Es bleibt ja alles an Ihnen hängen.


          Als Außenstehender würde ich auch denken, daß auf mir ein gewisser Druck lastet. Es hat sich aber alles ganz freiwillig entwickelt. Ich fühle keinen Druck.


          Ihre Cousine Nike Wagner, die ja auch gerne mal die Festspiele leiten würde, nannte Sie in Interviews „manipuliert“ und „Erfüllungsgehilfin“ Ihres Vaters. Ärgert Sie das?


          Jeder, der mich kennt, weiß, daß ich zur „Erfüllungsgehilfin“ nicht tauge, weil mein Mund dafür viel zu groß ist. Ich bin nicht so eine liebe Tochter, die immer nur Jajajaja sagt. Nein, das ärgert mich nicht. Ich finde es nur immer wieder erstaunlich, was Leute über einen sagen, die einen nicht kennen.


          Wann haben Sie sich zuletzt gesehen?


          Wir kennen uns gar nicht. Wir sehen uns höchstens mal zufällig.


          Haben Sie Kontakt zu Ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier, die sich auch um das Amt beworben hatte - auch sie ohne Erfolg?


          Nein.


          Finden Sie es belastend, daß so viele Familienmitglieder miteinander verstritten sind?


          Ich finde es nicht sonderlich schön, Familienstreitigkeiten in der Öffentlichkeit auszutragen, deshalb halte ich mich da grundsätzlich raus. Ich finde das indiskret, und das liegt mir fern.


          Nike Wagner sagt, ein Merkmal der Wagner-Frauen seien männliche Energien. Können Sie das bestätigen?


          Ja, das mag sein, ja. Da kann man natürlich nur in Klischees sprechen, aber ich glaube schon, daß den Wagner-Frauen eine gewisse Trockenheit, die eigentlich eher Männer an den Tag legen, gegeben ist. Wir sehen nicht gleich alles so dramatisch wie manche andere Frau, ich sehe auch Dinge eher nüchtern.


          Wie erklären Sie sich den Kult um Ihren Urgroßvater? Kein Komponist hat glühendere Fans. Das hat schon etwas Rauschhaftes.


          Seine Werke reißen einen einfach mit. Die Themen sind zeitlos - Haß, Liebe, Eifersucht, Habgier, Macht. Das sind Themen, die kann jeder nachvollziehen. Jeder liebt und haßt und möchte gerne irgendwie ein bißchen Macht haben.


          Sie auch?


          Klar. Da würden wir ja lügen, wenn wir es leugnen würden. Damit kann jeder etwas anfangen. Zum anderen ist natürlich die Musik sehr mitreißend komponiert. Das nimmt emotional mit.


          Ist Macht etwas, was Sie interessiert?


          Macht ist natürlich das große Thema beim „Ring“.


          Es ist auch das große Thema, wenn es um die Nachfolgefrage in Bayreuth geht.


          Ach, das fängt doch schon bei der Parkplatzsuche an. Wie Leute sich manchmal benehmen, wenn sie denken, daß sie Macht haben. Ich persönlich bin nicht von Macht besessen - ich glaube aber, jeder hat so kleine Anflüge.

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