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Dramaturg Florian Borchmeyer : „Zensur ist ein Akt der Erniedrigung“

Szene mit Stefan Stern aus „Ein Volksfeind“ an der Schaubühne. Florian Borchmeyer hatte das Stück für die Aufführung bearbeitet Bild: Picture-Alliance

Weil ein Ibsen-Stück von 1882 der chinesischen Regierung zu heikel war, wurden weitere Gastspiele der Schaubühne verhindert. Dramaturg Florian Borchmeyer erklärt, wie die Aufführungen in Peking verliefen.

          2 Min.

          Herr Borchmeyer, ist die Absage des Gastspiels ein Akt der Zensur?

          Simon Strauß

          Redakteur im Feuilleton.

          Ja, da bin ich mir sicher. Angeblich waren in dem nagelneuen Theaterkomplex über Nacht einige Maschinen durchgebrannt, so dass Hubpodien nicht heraufgezogen werden konnten. Ich kann nicht beweisen, dass die angeblich defekte Bühnentechnik nur vorgetäuscht war. Wir haben jedenfalls bis zum letzten Moment alles getan, damit die Aufführung stattfinden kann, haben angeboten, die ersten zehn Meter der Fläche nicht zu bespielen, einen Teil des Bühnenbildes wegzulassen oder in einen kleineren Saal zu wechseln, aber es gab keine Chance.

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