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Bayreuth : Laufenberg übernimmt „Parsifal“-Regie

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Uwe Eric Laufenberg Bild: dpa

Der „Parsifal“ für die Wagner-Festspiele 2016 hat einen neuen Regisseur: Anstelle des umstrittenen Jonathan Meese wird der Wiesbadener Intendant Uwe Eric Laufenberg die Neuinszenierung übernehmen. Meese wettert mit einem „Manifest“ gegen seine Kündigung.

          Der Wiesbadener Intendant Uwe Eric Laufenberg springt 2016 bei der Neuinszenierung der Wagner-Oper „Parsifal“ in Bayreuth ein. Ursprünglich sollte Jonathan Meese die Oper auf die Bühne bringen. Die Festspielleitung trennte sich jedoch vor einer Woche von dem umstrittenen Künstler. Sein Konzept sei nicht finanzierbar gewesen, hieß es.

          „Parsifal“ ist die letzte Oper von Richard Wagner und wurde 1882 im Bayreuther Festspielhaus uraufgeführt. „Der Auftrag, in Bayreuth 'Parsifal' zu inszenieren, ist ein besonders schöner, weil Wagner das Werk ja genau für diesen Ort komponiert hat“, sagte Laufenberg am Freitag in Wiesbaden. Laufenberg, ein renommierter Opernregisseur, leitet seit dieser Saison das dort ansässige Hessische Staatstheater.

          „Wagners Bluthundbaby“

          Katharina Wagner, die die Wagner-Festspiele leitet, lobte das Konzept des Bayreuth-Debütanten: Es biete „eine ebenso anspruchsvolle wie theatral fesselnde Interpretation des Werks, die auch organisatorisch-technisch und finanziell realisierbar ist“.

          Unterdessen macht Jonathan Meese der Festspielleitung heftige Vorwürfe. Vor einer Diskussionsveranstaltung des Literaturfestes München mit dem Titel „Diktatur der Kunst“ veröffentlichte er am Freitag ein „Manifest“, das in Teilen auch eine Abrechnung mit dem Grünen Hügel ist. „Richard Wagner würde sich bei der „Kunsthasskampagne gegen Meese“ im Grabe umdrehen“, schreibt er darin.

          Weiter heißt es in dem im Internet veröffentlichten Dokument: „Meese wird als echter Parsifal in die Realität ausgesandt“, und: „Richard Wagner liebt Meese.“ Wagner dürfe niemals weichgespült werden, fordert der Performance-Künstler und bezeichnet sich in dem Schriftstück als „Richard Wagners Bluthundbaby“.

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