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Meese antwortet auf Vorwürfe : „Es geht in Bayreuth schon lange nicht mehr um Kunst“

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„Nur vorgeschoben“: Jonathan Meese antwortet auf die Trennungserklärung aus Bayreuth Bild: dpa

Am Freitag hieß es, Jonathan Meese solle doch nicht den „Parsifal“ bei den Richard-Wagner-Festspielen inszenieren, Bühnenbild und Kostüme seien nicht finanzierbar. Der Künstler sieht das anders. Und wettert gegen Bayreuth.

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          Nach seinem Aus bei den Richard-Wagner-Festspielen hat der Künstler Jonathan Meese den Vorwurf zurückgewiesen, sein Inszenierungskonzept sei zu kostspielig für Bayreuth. „Die aktuellen Kostengründe sind konstruiert und lediglich ein Vorwand für eine Trennung von Jonathan Meese“, teilte Meeses Büro an diesem Sonntag mit. „Wenn man in Bayreuth nicht mit Jonathan Meese arbeiten möchte, und nur darum scheint es zu gehen, dann hätte man ihn einfach nicht beauftragen sollen. Damit hätte Bayreuth sich viele Diskussionen erspart.“

          Im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ schrieb Meese: „Es geht in Bayreuth schon lange nicht mehr um Kunst. Es geht um Selbsterhalt, Macht und den Kampf gegen die sinkende Relevanz“, erklärte Meese dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In Bayreuth herrsche eine „Kultur von Befehl und Gehorsam“; Meese sprach auch von Einschüchterungsversuchen.

          „Ohne Begründung abgelehnt“

          Der 44-Jährige hätte eigentlich im Sommer 2016 die Oper „Parsifal“ inszenieren sollen. Am Freitag verkündeten die Festspielverantwortlichen die Trennung. Die Begründung, das Konzept sei nicht finanzierbar, halten Meese und sein Büro für vorgeschoben: Meeses eigene Kalkulation habe sogar das Budget unterschritten. Als er die Verantwortlichen in Bayreuth gebeten habe, ihm ihre Berechnungen zu zeigen, „hat man ihm keine Zahlen vorlegen können, sondern lediglich pauschal und ad hoc behauptet, das Ganze werde zu teuer“.

          Zudem habe Meese selbst Vorschläge zur Finanzierung des Projekts gemacht. Beispielsweise wollte er Sponsoren anwerben. „Dieser Vorschlag wurde ohne eine Begründung von Katharina Wagner abgelehnt“, teilte sein Büro mit. Auch Meeses Angebot, mit einer persönlichen Bürgschaft für eine mögliche Kostenüberschreitung bei Bühnenbild und Kostümen zu haften, sei abgelehnt worden.

          Wer 2016 nun inszenieren soll, stand zunächst nicht fest. Musikalischer Leiter der Produktion ist Andris Nelsons, für die Titelpartie ist Klaus Florian Vogt vorgesehen.

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