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Opernball in der Kritik : Ein Orden zu viel

  • -Aktualisiert am

Da wollte sie noch moderieren: Judith Rakers im Oktober vor der Semperoper – mittlerweile hat sie ihre Teilnahme am Opernball abgesagt. Bild: dpa

Der Semperopernball wird zum Gespött. Das liegt an seinem selbstherrlichen Gründer, aber auch an seinen maßlosen Kritikern. Nach mehreren Absagen zieht der Ballverein nun Konsequenzen.

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          Am Ende musste es Peter Maffay regeln: Der Rocksänger bestand bei einem Treffen am Dienstag mit dem Chef des Dresdner Semperopernballs Hans-Joachim Frey darauf, dass Ägyptens Präsident Abd al Fattah al Sisi der St.Georgs-Orden wieder aberkannt wird. Und tatsächlich teilte der Semperopernball-Verein am Abend dann mit, dass die umstrittene Verleihung rückgängig gemacht werden soll.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Vorher war eine Absage auf die nächste gefolgt. Als am Montag auch noch SAP-Gründer Dietmar Hopp und dessen Laudator Uli Hoeneß ihre Teilnahme an der Preisverleihung absagten, zog der Opernballverein erste Konsequenzen: Nun sollen am Freitag, wenn die 15. Ausgabe des Balls in der Dresdner Semperoper steigt, überhaupt keine Orden mehr verliehen werden, und zwar „aus Respekt vor den vielen Diskussionen der letzten Tage, und um in Ruhe über künftige Entscheidungen nachdenken zu können“. Das wird dringend nötig sein, denn der Ball steckt ausgerechnet in seinem Jubiläumsjahr in seiner größten Krise.

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