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Pfingstfestspiele : Salzburg wird dank Cecilia Bartoli zur Welthauptstadt der Oper

Ganz gegenwärtige Vanitas-Darstellung: Cecilia Bartoli (links) als Alcina und Angelika Nieder als ihr Spiegelbild Bild: Matthias Horn

Ihr Glanz ist so groß, dass sie das Gleißen der anderen befeuert: Cecilia Bartoli würdigt bei den Pfingstfestspielen die Kunst der Kastraten.

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          Die Musik der Fröhlichen und Geschwätzigen mag erfreuen oder ermüden, die Musik der Traurigen zu denken geben oder trösten. Aber jenseits der Musik, die nur das Leben derer schmückt oder vertieft, deren Sprache ohnehin jene der Worte ist, gibt es eine Musik derer, die noch nicht, nicht mehr oder mit niemandem reden können. Es ist die Musik der Einsamen oder Stummen, der Verdrängten oder Unterdrückten, die Musik der Ungeborenen oder der Toten. Diese Musik erschüttert.

          Jan Brachmann

          Redakteur im Feuilleton.

          Der Hirt Aci in Nicola Porporas Oper „Polifemo“ betet am Ende zu Zeus. Er betet, nachdem er umgebracht worden ist durch den Zyklopen Polifemo. Das Libretto von Paolo Antonio Rolli behauptet zwar, Aci sei auf Bitten seiner Braut Galatea in die Unsterblichkeit entrückt worden. Aber Aci singt als Toter zu uns und zu seinem Gott; er singt aus einer Finsternis heraus, die kein Licht erhellt.

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