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Opern-Star Camilla Nylund : Wenn Opernsänger im Supermarkt jobben müssen

Eine der führenden Strauss-Sängerinnen weltweit: Camilla Nylund Bild: anna s.

Camilla Nylund zählt zu den großen Opernsängerinnen unserer Zeit. Sie weiß: Corona raubt ihr und ihren Kollegen nicht nur Geld zum Leben, sondern auch ein Jahr Zeit für die Stimme. Aber sie hat zugleich gelernt, was Sozialversicherung und Berufsverbände für Freiberufler bedeuten können.

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          Das Schlimmste an diesem Corona-Jahr, das, was auf Dauer wirklich die Psyche zerrütte, weil man nicht wisse, worauf man hinlebe, womit man rechnen könne, wofür die Arbeit und das Warten sich lohnten, das sei „die ständige Spannung zwischen Bangen und Hoffen“, sagt Camilla Nylund. Psychisch wäre es manchmal besser zu wissen, die nächsten drei Monate gehe einfach gar nichts, als ständig im Limbo zu bleiben und sich aufzureiben am endlosen Vielleicht.

          Jan Brachmann

          Redakteur im Feuilleton.

          „Als die vielen Absagen im letzten Frühling eintrafen“, erinnert sich die Sopranistin, „bekam ich ein ganz ungutes Gefühl im Bauch und ums Herz. Viele Veranstalter hatten es nicht einmal für nötig gehalten, uns Künstler zu verständigen. Wir mussten in den sozialen Netzwerken oder auf den Websites selbst recherchieren, ob die Vorstellungen stattfinden oder nicht. Die Einzige, die wirklich zuerst die Künstler kontaktiert hat, bevor sie an die Presse ging mit der Absage, das war Katharina Wagner.“ Die Intendantin der Bayreuther Festspiele stehe in ihrem verantwortlichen Verhalten den ausübenden Künstlern gegenüber vorbildlich da, auch weil sie für alle vereinbarten Engagements Ausfallhonorare anweisen ließ.

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