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Berlins drei Opernintendanten : Wir denken nur noch monatsweise

Jetzt sind Flexibilität und Pragmatismus gefragt: Barrie Kosky, Matthias Schulz und Dietmar Schwarz (von links nach rechts) im Foyer der Komischen Oper Berlin. Bild: Julia Zimmermann

Die drei Berliner Opernintendanten müssen Pläne machen für eine Zukunft, deren Rahmenbedingungen sie nicht kennen. Sie ringen um Perspektiven, aber sie wissen: Lange halten sie das nicht mehr durch.

          8 Min.

          Dietmar Schwarz ist Intendant der Deutschen Oper, Barrie Kosky leitet die Komische Oper und Matthias Schulz die Staatsoper Berlin. Wir trafen uns im Foyer der Komischen Oper zum Gespräch – auf Abstand.

          Jan Brachmann
          Redakteur im Feuilleton.

          In der neuen Corona-Verordnung Berlins steht der Satz: „In geschlossenen Räumen darf nicht gemeinsam gesungen werden.“ Wie können Sie als Opernintendanten unter solchen Bedingungen verbindliche Spielpläne machen?

          Barrie Kosky: Nach solch einer Nachricht müssten eigentlich alle Opernhäuser schließen. Wenn das gemeinsame Singen in geschlossenen Räumen ohne jede Ausnahme untersagt wird, können wir nicht arbeiten. Aber was jetzt beschlossen wird, interessiert uns weniger, als wir wissen müssen, was in sechs Wochen sein wird, wenn die Spielzeit beginnen soll. Und sechs Wochen sind während der Corona-Pandemie eine lange Zeit.

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