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Bayreuther Festspiele : „Parsifal“ mit Brille in Bayreuth

Mit ihm kommt Augmented Reality auf die Bühne in Bayreuth: Jay Scheib. Bild: dpa

Die Bayreuther Festspiele gehen technologisch neue Wege in der Opernregie: 2023 soll Jay Scheib Richard Wagners „Parsifal“ mit Augmented-Reality-Brillen fürs Publikum inszenieren.

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          Die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth planen für 2023 eine Neuinszenierung von Wagners letztem Bühnenwerk „Parsifal“ durch den Opernregisseur und Leiter des Massachusetts Institute of Technology in Camebridge, Jay Scheib. Das teilte die Festspielleiterin Katharina Wagner am Samstag in Bayreuth mit. Die Neuinszenierung soll für das Publikum Spezialbrillen für „Augmented Reality“ verwenden, die es ermöglichen, auf der Bühne Dinge zu sehen, die man ohne Brille nicht sieht. Das analoge Bühnengeschehen in der originalen Akustik des Festspielhauses von 1876 wird so auf digitale Weise virtuell ergänzt.

          Jan Brachmann
          Redakteur im Feuilleton.

          Georg Zeppenfeld werde den Gurnemanz, Joseph Calleja den Parsifal und Ekaterina Sementschuk die Kundry singen. Im Jahr 2022 werde es den kompletten „Ring des Nibelungen“ unter der Leitung von Pietari Inkinen und in der Inszenierung von Valentin Schwarz geben, der schon für das Jahr 2020 geplant war, aber aufgrund der Corona-Pandemie ­verschoben werden musste. Der Bassbariton Günther Groissböck, für die Rolle des Wotan und des Wanderers im „Ring“ und die „Walküre“ in diesem Jahr vorgesehen, hat am Samstag überraschen­derweise seine Rolle zurückge­geben. Über die Gründe wurde nichts bekannt.

          Die Bayreuther Festspiele beginnen am heutigen Sonntag mit Wagners Oper „Der fliegende Holländer“ in der Regie von Dmitri Tcherniakov. Die musikalische ­Leitung hat erstmals in der Geschichte der Festspiele eine Frau: die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv.

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