https://www.faz.net/-gqz-acj3f

Andrew Lloyd Webber : Aufruf zum Ungehorsam

  • -Aktualisiert am

Entschlossen: Der Musical-Komponist und Bühnenbetreiber Andrew Lloyd Webber Bild: dpa

Der Musical-Komponist und Produzent Andrew Lloyd Webber will seine Bühnen am 21. Juni wieder öffnen, auch wenn er dafür hinter Gittern landet. Sein Publikum fordert er auf, gleiches zu riskieren.

          1 Min.

          Andrew Lloyd Webber ist „auf Teufel komm raus“ dazu entschlossen, seine Theater am 21. Juni ohne Beschränkungen wieder zu eröffnen, selbst wenn es bedeuten könnte, dass er dafür hinter Gittern landet. Die Regierung hatte dieses Datum ursprünglich für die Aufhebung der Abstandsregeln in Aussicht gestellt, zögert aber jetzt angesichts wieder steigender Infektionszahlen.

          Gina Thomas
          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Der Musicalkomponist und Theaterbesitzer wirft der Regierung vor, Bühnen zu bestrafen, und droht ihr mit der „Mutter aller Rechtsverfahren“, wenn sie ihre eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht beachte. Lord Lloyd Webber versichert, dass seine Theater gefahrlose Orte seien. Er verweist auf Modellversuche, die bestätigten, dass das Infektionsrisiko bei Einhaltung bestimmter Maßnahmen sehr gering sei. Lloyd Webber fordert das Publikum auf, am 21. Juni ins Theater zu kommen und ebenfalls eine Festnahme zu riskieren.

          Die Vorschauen für sein neuestes Musical „Cinderella“, das erste seit sechs Jahren, sollen am 25. Juni beginnen, drei Wochen vor der um fast ein Jahr verschobenen Uraufführung am 14. Juli. Der Komponist ist darauf angewiesen, seine Plȁtze voll zu besetzen, um die Investitionen in Höhe von sechs Millionen Pfund wieder hereinzuholen. Der akute finanzielle Druck könne nur durch eine vollständige Wiedereröffnung der Theater gelindert werden, sagt Lloyd Webber. Er hat sein Haus mit einer Hypothek belastet und fürchtet, seine sechs Bühnen im Londoner West End verkaufen zu müssen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fränzi Kühne, 1983 in Berlin-Pankow geboren, wurde 2017 als damals jüngste Aufsichtsrätin Deutschlands in ein börsennotiertes Unternehmen gewählt.

          Freenet-Aufsichtsrätin : Sind Sie jungen Männern ein Vorbild?

          Fränzi Kühne, Aufsichtsrätin bei Freenet, hat in ihrem Buch viele der Fragen, die ihr in Interviews gerne gestellt werden, anderen Aufsichtsräten gestellt: Männern. Die allerdings fanden diese Fragen oft völlig absurd. Ein Gespräch.
          In der Münchner Innenstadt wurde die Maskenpflicht bereits aufgehoben.

          F.A.Z.-Frühdenker : Fallen bald die Masken?

          In Brüssel hoffen die NATO-Staaten auf einen Hauch Normalität. Deutschland entspannt sich – aller Unsicherheiten zum Trotz. Und die DFB-Elf bereitet sich auf ihr erstes EM-Gruppenspiel vor. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.