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Lyriker und Komponist Stephen Sondheim, links, mit Schauspielern nach der Schlussaufführung von “Pacific Overtures“ in New York am 14. April 1984.

US-Musical-Legende : Broadway-Komponist Stephen Sondheim ist tot

Er schrieb die Texte zur „West Side Story“ und schuf zahlreiche weitere Musicals. Seine Stücke waren melancholisch, aber kaum melodramatisch. Nun ist Stephen Sondheim im Alter von 91 Jahren in Connecticut verstorben.
Eifersucht in einer heutigen Armee im Nahen Osten: Otello (Jonas Kaufmann, links) erwürgt Desdemona (Maria Agresta)

„Otello” in Neapel : Die Mörder sind unter uns

Stéphane Lissner versucht, in der verarmten Stadt Neapel das Opernhaus zu einer „sozialen Plattform” zu machen. Mit Giuseppe Verdis „Otello” findet er, nicht nur dank Jonas Kaufmann, Anschluss an Europa.

Osman Kavala bleibt in Haft : Erdogans Gefangener Nummer eins

Staatspräsident Erdogan hasst zivilgesellschaftliches Engagement. Ein Istanbuler Gericht hat deshalb entschieden, dass der Kulturförderer Osman Kavala ohne Urteil im Gefängnis bleibt.

Urheberrecht im Koalitionsvertrag : Praxistauglich?

Der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP erhebt Kultur in ihrer Vielfalt zum Staatsziel. Doch was die Urheberrechtsreform angeht, sieht es fast nach einer Rolle rückwärts aus.

Balletskandal in Berlin : Ist der Nussknacker rassistisch?

Das Staatsballett Berlin setzt den „Nussknacker” ab – weil die Darstellung der Chinesen und Orientalen darin rassistisch sei. Für wie dämlich hält man das Publikum?

Presse und Corona-Pandemie : Willkommen zum Impfkonzert

Youtube will nicht alle Videos von #allesaufdentisch verbreiten. Das lässt sich begründen. Die These, „die“ Medien machten Meinung und unterdrückten Andersdenkende, hingegen hängt in der Luft.

Meghan Markles Medientour : Sie macht immer weiter

Auf ihrer PR-Tour in eigener Sache hat Meghan Markle zuletzt Station bei ihrer Freundin Ellen DeGeneres gemacht. Das war sehr peinlich. Was kommt als nächstes?

Pandemie und Politik : Wortbrüche

Die Corona-Fallzahlen sind extrem hoch. Sie liegen weit über den Werten, die im Frühjahr noch akzeptiert worden wären. Die Politiker reden sich derweil um Kopf und Kragen.

Edith Sitwells Adressbuch : Der Fluch der alten Dame

Höchstpreis für eine Sammung köstlicher Namenseinträge: Edith Sitwells Adressbuch ist versteigert worden. Es liest sich wie eines ihrer berühmten Werke.

Medien-Bericht : Wurde der Ex-Bild-Chef unfair behandelt?

Die #MeToo-Debatte handelt auch von Übergriffen, die sich in jenen Grauzonen abspielen, in denen zwischen einer angeblich einvernehmlichen Beziehung, Abhängigkeit und sexueller Belästigung nicht klar zu unterscheiden ist.

Verträge mit Verlagen : Google zahlt

Gibt es ein Gesetz, gerät sogar Google in Bewegung: Der Digitalkonzern schließt Verträge mit Medienhäusern über das Leistungsschutzrecht ab. Das ist für Urheber eine gute Nachricht.
Liebessehnsüchte  in einer wackligen Welt:   Sarah Viktoria Frick und Felix Rech (rechts)

Wiener Burgtheater : Burnout der Kleinbürger

Johan Simons inszeniert Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wiener Wald“ am Wiener Burgtheater radikal zeitgenössisch als wutbürgerliche Farce.

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  • Unter Kollegen: Linus Koenig (Zweiter von links) will nicht, dass sich in den Landungsbrücken jemand ansteckt.

    Theatermacher Koenig : „Kritik ohne Haltung ist nichts“

    2-G-Plus im Theater: Wenn die Politik nichts entscheidet, müssen die Künste es selbst tun. Auch auf die Gefahr hin, als Teil des Mainstreams beschimpft zu werden, sagt Linus Koenig von den Landungsbrücken Frankfurt im Interview.
  • Das Unbewusste wird mitgezeigt: Alexander Nerlichs Interpretation des „Freischütz“, hier Alexander Spemann als Max (Zweiter von rechts) und Chor.

    „Freischütz" in Mainz : Es singt der Chor der Normalbürger

    Mit einer Performerin in der Rolle des Samiel gewinnt Regisseur Alexander Nerlich eine neue Perspektive auf den "Freischütz" in Mainz. Die kleine Sprechrolle ist in der Landeshauptstadt omnipräsent.
  • In Nora Abdel-Maksouds neuem Stück „Jeeps“ geht es im Arbeitsamt zu Sache: 
Maude (Eva Bay, links) und Silke (Gro Swantje Kohlhof) sind in Bedrängnis.

    Theaterpremieren in München : Kapitalisten einst und jetzt

    Franz Xaver Kroetz’ Stück „Agnes Bernauer“ will im Cuvilliéstheater die Münchner zu guten Revolutionären machen, Abdel-Maksouds „Jeeps“ in den Kammerspielen bringt sie zum Lachen
  • Wagner in Stuttgart : Eine unbefleckte Stunde Null gibt es einfach nicht

    Die Stadt Stuttgart ringt darum, wie man an Wieland Wagner angemessen erinnert. Während ein Platz dessen Namen aberkannt bekam, würdigt eine Ausstellung erneut den kreativen Künstler. Zugleich nimmt die Inszenierung von Richard Wagners „Rheingold“ Abschied vom unschuldigen Naturzustand.
  • Kent Nagano im September 2021 in der Elbphilharmonie Hamburg

    Nagano dirigiert Messiaen : Mit siebzig Vögeln aus aller Welt

    Der Dirigent Kent Nagano wird siebzig Jahre alt. Den Komponisten Olivier Messiaen kannte er persönlich. Auf drei CDs kann man hören, wie ernst er die gläubige Sinnenfreude seiner Musik nimmt.
  • „Eurotrash“ auf der Bühne : Süchtig – aber gut angezogen

    Kann man aus Christian Krachts Roman „Eurotrash“ ein Theaterstück machen? Auf der Berliner Schaubühne versuchen sie es. MIt Joachim Meyerhoff als Christian Kracht. Und Angela Winkler als Mutter.
  • Deutsches Symphonie-Orchester : Hell leuchtet die Gegenwart

    Das Deutsche Symphonie-Orchester in Berlin war schon immer ein besonders experimentierfreudiger Klangkörper. Sein 75-jähriges Bestehen feiert es unter der Leitung von Robin Ticciati, mit Lebensmut und Überschwang.
  • Eine Gründerfigur der Film- und Fernsehbranche: Hans Abich (1918 bis 2003).

    Historiker der ARD beraten : Was bleibt von Hans Abich?

    Nach einem Zeitungsartikel über das Wirken des früheren ARD-Programmchefs Abich in der NS-Zeit hat die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste ihn als Namensgeber des Hans-Abich-Preises gestrichen. Die ARD will über den Fall indes eingehend beraten.
  • Ich geh’ mit meiner Laterne: Szene aus „L’ile d’Or“, der neusten Produktion des Pariser  Théâtre du Soleil unter Ariane Mnouchkine

    Theaterpremiere in Paris : Amnestie für Wale!

    Goldinsel oder Blecheiland? Ariane Mnouchkine zeigt neues imaginäres Theater und malt mit breitem Pinsel die Konfliktfelder der Zeit nach.