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Feindesliebe in der „Jungfrau von Orléans“ (Düsseldorf): Lionel (Richard Šveda) hält Johanna (Maria Kataeva) im Arm.

Zwei rare Tschaikowsky-Opern : Feind, Liebster, du berührst mich

Soll man Tschaikowsky in Zeiten des russischen Krieges gegen die Ukraine noch spielen? Ja, man muss es sogar. Die Opern „Die Jungfrau von Orléans“ in Düsseldorf und „Die Zauberin“ in Frankfurt liefern starke Plädoyers.

Franzosen bei der WM : Keine Politik!

Ob sich der DFB bei den Franzosen etwas abschauen sollte? „Les Bleus“ lassen sich von der Politik nicht mehr instrumentalisieren – und haben Erfolg. Im Gegensatz zu den Deutschen.

Umfrage unter Kritikern : Der beste aller Filme

Alle zehn Jahre ermittelt eine britische Zeitschrift den besten Film der Geschichte – nach Ansicht der Kritiker. Zum ersten Mal hat eine Frau gewonnen: Chantal Akerman, mit „Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce, 1080 Bruxelles“

Altarstreit in Naumburg : Steine im Rollen

Falsche Argumente, falsche Sichtweisen: Aber die internationale Denkmalschutzbehörde Icomos droht mit dem Entzug des Welterbetitels für den Naumburger Dom.

Fußball-WM : Stinkstiefel

Die Fußballer von 1982 gelten als die hässlichen Deutschen. Ein Dokumentarfilm animiert zum Umdenken: So verkehrt waren die Spieler gar nicht.

Alles außer Fußball : Das Traumfinale des Denksports

Die Fußball-WM in Qatar ist für die Deutschen vorbei. Da verlegen wir uns auf die WM des Denksports. Bei der tritt Slavoj Žižek gegen Werner Herzog an. Wer da wohl gewinnt?

Ehre den Japanern : Sayonara gaijin

Oh, was waren die Deutschen schlecht gegen Japan! Und erst die Spanier! Wer so jammert, der hat nicht verstanden, wie gut die Japaner bei dieser Fußball-WM bislang sind.

Alles außer Fußball : Am Rio de la Plata

Uruguay ist eine große Fußballnation. Doch sie lebt von der Erinnerung an vergangene, glanzvolle Zeiten. Mit denen könnte es vorbei sein. Dann bleibt nur der Blick aufs Meer.

Reform der Preußenstiftung : Dieses Konzept ist eine Luftnummer

Am Montag will der Stiftungsrat der Preußenstiftung ein Eckpunktepapier zur Neuaufstellung der wichtigsten deutschen Kulturinstitution machen. Das Papier macht aus der groß angekündigten Reform ein Reförmchen.

Ruangrupa an der Spitze : Machtfrage

Jedes Jahr kürt die Zeitschrift „ArtReview“ die einflussreichsten Persönlichkeiten der Kunstwelt. Diesmal an der Spitze: Ruangrupa. Nach all den Skandalen und Peinlichkeiten um die Documenta.
Die echte Monika Haeger war in der ehemaligen DDR inoffizielle Mitarbeiterin der Stasi und gab 1990 in einem Interview umfassende Einblicke in ihre Tätigkeit als Spionin.

Theaterstück in der Brotfabrik : Eine Stasi-Agentin erzählt

Monika Haeger war Stasi-Agentin und packte nach dem Ende der DDR über ihr Handeln aus. Nun wurde dazu ein Theaterstück inszeniert. Um Entschuldigung, Reue oder Wiedergutmachung geht es dabei wahrlich nicht.

True Crime in Wiesbaden : Warum Mütter morden

Sophia Aurich verwebt Grillparzer, Christa Wolf und einen wahren Fall zum „Fall Medea“. Heraus kommen 100 aufwühlende Minuten in der Wartburg des Staatstheaters Wiesbaden.

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  • Aus diesem Köpfchen kommt noch was gekrochen: „Turandot“ an der Niederländischen Nationaloper in Amsterdam

    „Turandot“ in Amsterdam : Totentanz, liebestrunken

    Da kann die wahrhaft Liebende nur den Kopf schütteln: Barrie Kosky und Lorenzo Viotti inszenieren mit den Niederländischen Philharmonikern effektvoll die Widersprüche in Puccinis „Turandot“.
  • Im Maxim: Danilo (Thomas Blondelle, Mitte) und Njegus (Hans-Joachim Heist) amüsieren sich bei den Grisetten.

    „Lustige Witwe“ in Wiesbaden : Offensichtlicher Flachsinn

    Intendant Uwe Eric Laufenberg inszeniert Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“ am Staatstheater Wiesbaden streng konventionell. Einzige Brechung ist der Auftritt von Komiker Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht.
  • Ausdrucksstarkes Körpertheater: Johannes Hegemann, Pascal Houdus und Oleksandr Yatsenko vergegenwärtigen Misshandlungen im Krieg.

    Gogol am Thalia Theater : Der russische Held gehört der Unterwelt

    Starauftritt des bösen Geistes: Kirill Serebrennikow inszeniert am Hamburger Thalia Theater das Antikriegsstück „Der Wij“ nach Nikolai Gogol. Das Stück, das er mit einem ukrainischen Koautor verfasst hat, beruht auf Dokumentartexten.
  • Neue CDs : Die schönste Musik zum Advent

    Von Norwegen bis Italien, von Engeln, Schafen und Lametta ist alles dabei unter den CD-Neuerscheinungen mit Musik zum Advent und zur Weihnacht. Da werden auch die fündig, die gar nicht singen wollen.
  • Abgesetzt: Szene aus Wajdi Mouawads Stück „Die Vögel“ am Münchner Metropoltheater

    Muslimisch-jüdische Kolumne : Romeo und Julia aus dem Nahen Osten

    Nach Antisemitismusvorwürfen wurde in München Wajdi Mouawads Stück „Vögel“ abgesetzt. Das ist ein Irrtum. Denn es zeichnet realistisch Konflikte in interreligiösen Beziehungen.
  • Ambitioniert: Florian Dreßler (links) und Florian Wäldele

    „Corona-Sinfonie“ : Musikalische Krisenbewältigung

    Das Duo The OhOhOhs führt mit Orchester in der Frankfurter Katharinenkirche erstmals seine „Corona-Sinfonie“ auf. Der erste Satz entstand in der ersten Phase der Pandemie.
  • Oper über Alan Turing : Mister Enigma

    Rendezvous mit Madame KI: In Nürnberg gelangt die Oper „Turing“ von Anno Schreier zur Uraufführung und begeistert das Publikum.
  • Neues Kunstliedfest in Berlin : Hören auf der Couch

    Neue Formen der Geselligkeit probiert das von Dietrich Henschel organisierte Liedfest im Kühlhaus Berlin aus: Sitzgrüppchen mit Weinbar sind der Kunst von Franz Schubert und Hugo Wolf nicht abträglich.
  • Neu gefasst und mit Akkordeon: Jacopo Godani zeigt ein Best of seiner Compagnie im Schauspiel.

    Jacopo Godani im Schauspiel : Anthologie des Tanzes

    Zum Ende seiner Tätigkeit in Frankfurt kann Jacopo Godani eine Art Werkschau in einem Abend zeigen: Am Schauspiel Frankfurt ist erstmals wieder Tanz zu sehen. Die Dresden Frankfurt Dance Company zeigt „Anthologie“.
  • Stimme mit Strahlkraft: Juan Diego Flórez, hier 2018 bei einem Auftritt in Moskau

    Juan Diego Flórez : Auf Pavarottis Spuren

    Bekannt geworden ist er als wendiger „Tenore di grazia“. Seitdem hat Juan Diego Flórez sein Repertoire erweitert. Kostproben gibt er in der Alten Oper Frankfurt.
  • Semyon Bychkov 70 : Inspiration ist die Folge von Arbeit

    Akribisches Partiturstudium zeichnet ihn ebenso aus wie humanitäre Empfindsamkeit. In London und Sankt Petersburg schätzt man ihn genauso wie in Paris und Bayreuth. Heute wird der Dirigent Semyon Bychkov siebzig Jahre alt.