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Seit August 2020 spielt das Mikrotheater wieder an sechs Tagen in der Woche, wirbt um sein Publikum und lebt exemplarisch den Satz: „Kultur ist Widerstand“

Theater in Madrid : Kampf ums nackte Überleben im Bordell

Gegründet nach der Immobilienkrise, wurde das „Microteatro“ in der spanischen Hauptstadt zum Symbol für junge, struppige Bühnenkunst. Sogar die Pandemie hat es überlebt. Ein Theaterabend mit fünfmaligem Fiebermessen.
Finale in zarten Farben: Das Ensemble lässt bei Balanchines Choreographie „Divertimento No 15“Tutus wippen

„Spring Gala Film“ : So viel Trost liegt im Tanz

Gut ein Jahr blieben die großen Theaterbühnen aufgrund der Pandemie leer. Sofia Coppolas „Spring Gala Film“ zeigt das New York City Ballet bei seiner Rückkehr auf die Bühne.

Pianistin Janina Fialkowska : Mit wendiger Eleganz

Von ihrem Mentor Artur Rubinstein lernte sie: Man muss Chopin wie Mozart und Mozart wie Chopin spielen. Sie tut es mit Schlagfertigkeit und Noblesse. Jetzt wird die Pianistin Janina Fialkowska siebzig Jahre alt.

Zum 100. Gebrutstag : Warum Sophie Scholl keinen Mythos braucht

Sophie Scholl hat in der kollektiven Erinnerungskonstruktion als Jüngste und als einzige Frau immer eine besondere Rolle gespielt. Um sie als Vorbild zu sehen, ist kein Verweis auf Überirdisches nötig.

Debatte um Theaterstrukturen : Der Übergang zur PR-Maschine

Nicht nur die überkommene Machtstruktur beschwert das Theater der Gegenwart, sondern vor allem auch die ungeheure Moralmonstranz, die es vor sich herträgt.

Rassismus und Moral : Lehmann und Aogo

Erst fliegt Jens Lehmann eine rassistische Nachricht um die Ohren, dann setzt es bei Dennis Aogo aus. Das sorgt für eine Kaskade der Aufregung. Was steht an deren Ende?

Illlegale Reise einer Statue : Athena von Kardashian

Kim Kardashian soll eine Kopie der Athena des Myron als Ausstattung für ihr Eigenheim bestellt haben. Das gab Ärger. Jetzt soll die Statue zurück nach Italien gebracht werden. Es wäre das Ende einer delikaten Verbindung.

Jenseits von Twitter : Trumpen

Donald Trump darf nicht mehr twittern, dafür hat er jetzt seinen eigenen Kanal. Die ARD zeigt derweil, wie man sich auf Twitter blamiert.

Rapper führt Sender Rai vor : Zensur im Mai

Der Rapper Fedez ist in Italien eine große Nummer. Bei einem Konzert zum 1. Mai warf er der Rai Zensur vor. Der Sender wies das brüsk zurück. Doch Fedez hat einen Beleg.

Cancel Culture : Schriftsteller vor dem Sittengericht

Die Literatur bleibt von der „Cancel Culture“ nicht verschont. Die amerikanische Schriftstellerin Lionel Shriver verändert in vorauseilender Furcht ihren Roman. Ein anderes Buch erscheint gar nicht.
Jacques d'Amboise 1965 im New Yorker Lincoln Center

Zum Tod von Jacques d’Amboise : Er brachte alle zum Tanzen

Seine wahre Berufung fand er darin, Kindern ohne Druck dabei zu helfen, ihre Gefühle in Tanz zu verwandeln. Nun ist Jacques d’Amboise, der erste große Star des „New York City Ballet“, im Alter von 86 Jahren gestorben.

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  • Wenn sie dirigiert, spielt das Geschlecht keine Rolle: Oksana Lyniv.

    Dirigentin Oksana Lyniv : Ganz unheimlich im Bauch

    Eigentlich sollte sie Lehrerin werden. Doch Oksana Lyniv schaffte innerhalb weniger Jahre den Aufstieg zur Dirigentin. Ein Gespräch über Opernsouffleusen, Mahler als Prophezeiung und die deutsche Sprache im Selbststudium.
  • Pianist Cyprien Katsaris : Musik zu Filmen, die es gar nicht gibt

    Umgeben von Stilmöblen, Ölgemälden und einer großen Comicsammlung beschäftigt er sich mit Mozart, Liszt und Theodorakis und durchforstet den Urwald gedruckter Klaviermusik nach exotischen Gewächsen: Zu Besuch beim Pianisten Cyprien Katsaris
  • In der Mitte, zwischen dem zerstrittenen Ehepaar Gil (Michael Nagy) und Susanna (Selene Zanetti), der Sextherapeut Sante: Heiko Pinkowski

    Axel Ranisch in München : Schaumbadsolo für lyrischen Sopran

    In Ermanno Wolf-Ferraris Kurzoper „Il segreto di Susanna“ geht es vordergründig um eine Frau, die heimlich raucht. Axel Ranisch verbindet bei seiner Inszenierung in München Film und Bühne originell und sagt: Reden wir über Sex!
  • Die Online-Premiere von “Phädra“ im Staatstheater Nürnberg.

    „Phädra“-Inszenierung : Sie will nicht, was sie muss

    Das kühle Verebben des Meeresrauschens und der Venus heißer Zorn: Anne Lenks „Phädra“-Inszenierung in Nürnberg ist ebenso eindrucksvoll wie elegant. Das Theater ist zwar geschlossen, doch es holt einen trotzdem ein.
  • Identitätspolitik und Kanon : Ist klassische Musik kolonialistisch?

    Die Angriffe auf die globale Dominanz eines Werkkanons mit Bach und Beethoven im Zentrum werden immer heftiger. Populisten, Akademiker und Künstler beteiligen sich daran. Die Gründe sind oft ökonomischer Natur. Ein Gastbeitrag.
  • Noch heute werden Louis Lewandowskis Melodien in vielen Synagogen weltweit gesungen.

    Louis Lewandowski : Synagoge mit Orgel

    Vor 200 Jahren wurde der Komponist Louis Lewandowski geboren. Er steht für den Erhalt jüdischer musikalischer Tradition in veränderter Form. Noch heute werden seine Melodien in vielen Synagogen weltweit gesungen.
  • Virtuosität in der Musik : Kann denn Sünde Liebe sein?

    Virtuosität stand einmal für Mut, Tapferkeit und Tugendhaftigkeit. Seit Robert Schumann wird in Deutschland an ihr herumgemäkelt. Ist das nicht auch ein Zeichen ziemlicher Verklemmtheit?
  • Vor Corona: „Marie Stuart“ durfte vor zwei Jahren im Amphitheater vor Publikum aufgeführt werden.

    Hanau : Grimm-Festspiele sollen stattfinden

    Verschoben statt abgesagt: Die Hanauer Brüder Grimm Festspiele sollen sechs Wochen später als geplant stattfinden. Dank „klugem Hygienekonzept“ könnten 350 Zuschauer pro Aufführung möglich sein.
  • Kalt ist der Mond, unerträglich das Leid, und die Welt kennt kein Oben und Unten mehr: Allan Clayton als Peter Grimes und der Tänzer Juan Leiba (oben).

    „Peter Grimes“ in Madrid : Ein Leuchtturm in der Finsternis

    Das Teatro Real setzt seinen Kurs fort, mitten in der Pandemie Oper vor Publikum zu bieten. Jetzt durfte Deborah Warner „Peter Grimes“ von Benjamin Britten inszenieren. Das Ergebnis ist bewegend.