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Tschaikowskys Ideal einer Balance von Empathie und sozialer Form: Dmitri Iwaschtschenko als Fürst Gremin, umgeben von Sängerinen des Slowakischen Philharmonischen Chores.

Tschaikowsky in Wien : Ganz ausweglos zu Hause

Wie viel Ingmar Bergman steckt in Peter Tschaikowsky? Dmitri Tschernjakows Inszenierung von „Jewgeni Onegin“ ist eine Meisterleistung.

Dunkle Zeit : Winter in Frankreich

Der Winter der Pandemie kommt erst noch, doch in Frankreich ist bereits eine düstere Zeit angebrochen. Der Islamismus bringt die Werte der Republik ins Wanken.

Neuer Twitter-Hinweis : Erst mal lesen

Twitter fordert seine Nutzer auf, Artikel selbst zu lesen, ehe sie sie teilen. Dabei gehören die Halbinformiertheit der einen und die Besserwisserei der anderen doch zum Geschäftsmodell.

Cambridge-Analytica-Affäre : Der Skandal, der (fast) keiner war

Hat die Datenfirma Cambridge Analytica vor vier Jahren wirklich die Wahl für Trump in Amerika entschieden und den Brexit gewuppt? Die britische Datenchefin Elizabeth Denham weiß es.

Samu Habers neuer Bestseller : Absturz und Selbsterkenntnis

Im Rausch der Glückskeksempfehlungen: Samu Haber löst Campino an der Spitze der Bestsellerliste ab. Seine Lebensbeichte hat zwar eine ganz schöne Fahne, beherzigt dafür aber Aspekte des Bildungsromans.

Drittsendezeiten bei Sat.1 : Isch over?

Jahrelang kämpfte der Privatsender Sat.1 dagegen, gesetzlich vorgeschriebene „Drittsendezeiten“ ins Programm zu nehmen. Nun scheint die medienpolitische Farce endgültig vorbei zu sein. Oder ist sie es doch nicht?

Aktionskunstraub in Oberhausen : Capri-Sonde

„Bad Beuys go Africa“: Nachdem das Künstlerkollektiv „Frankfurter Hauptschule“ eine Skulptur von Joseph Beuys aus einer Ausstellung in Oberhausen entwendet hat, fragt man sich, ob die deutsche Aktionskunst noch an ihrem Platz ist.

Friedenstreffen, interreligiös : Im Rettungsboot

Von der Seelen- zur Planetenrettung: Beim interreligiösen Friedenstreffen in Rom verflüchtigte sich das christliche Heilsmonopol ins Politische.
Bodenlos: Die Pest verwirbelt das bisherige Leben der Bewohner (alle dargestellt von Matze Vogel) der algerischen Hafenstadt Oran.

„Die Pest“ in Wiesbaden : In einer Welt ohne Boden

Das Stück der Stunde: In einer eindrucksvollen Bühneninstallation inszeniert Sebastian Sommer Albert Camus’ Roman „Die Pest“ im Kleinen Haus des Staatstheaters Wiesbaden – mit einem einzigen Darsteller.

Jazz-Pianist Keith Jarrett : Am bitteren Ende einer langen Wanderschaft

Eine traurige Nachricht: Der Pianist Keith Jarrett kehrt nach zwei Schlaganfällen wohl nicht mehr auf die Bühne zurück. Umso größer wirkt angesichts dessen die Sternstunde des demnächst veröffentlichten „Budapest Concert“.

Literatur-Newsletter : Die wichtigsten Bücher der Woche

Sie interessieren sich für Literatur? Im F.A.Z.-Newsletter bekommen Sie immer freitags einen Überblick der wichtigsten Buchneuerscheinungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Reise, Sachbuch und Belletristik.

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  • „Walküre“ in Köln : Auf einen Schnaps mit Wotans Töchtern

    Zombies, lebendige Dioramen, intime Bekenntnisse, eine Armee lebensgroßer Skelettkrieger: Diese Kölner „Walküre“, sehr frei nach Richard Wagner, ist ein immersives Gesamtkunstwerk. Und eines, das begehbar ist.
  • Eberhard Feltz über Musik : Wie das Rotkehlchen werden

    Eberhard Feltz ist eine lebende Legende, berühmte Kammermusiker sind durch seine Schule gegangen. Sein Ziel: Intellekt und Intuition zu verschmelzen. Hier erzählt er, was ihn antreibt.
  • Der Pianist Igor Levit engagiert sich auch politisch: hier am 9. November 2018 auf der 43. Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig.

    SZ und Igor Levit : Der Druck der Masse

    Erst veröffentlicht die „Süddeutsche Zeitung“ eine Polemik gegen den Pianisten Igor Levit, dann entschuldigt sie sich dafür. Was geht da eigentlich vor?
  • Aufopferung in der Nachfolge Christi: Frank Albrecht (Vespone) zu Füßen der singenden Monika Buczkowska (Sopran).

    Pergolesi an Frankfurts Oper : Der Eremit als glücklicher Sozialarbeiter

    Ist Religion ein Relikt aus der Welt von Gestern oder eine Kraft, die Welt zu überwinden? Katharina Thoma verknüpft an der Oper Frankfurt „La serva padrona“ und das „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi zu einem schönen, sinnfälligen Abend.
  • Mozarts Instrument gespielt : Diese Geige ist wie Gesang

    Christoph Koncz spielte Mozarts Violinkonzerte auf dessen eigener Konzertgeige ein. Im Interview berichtet er von bürokratischen Hürden und darüber, wie der Klang der Geige den Komponisten inspiriert haben könnte.
  • Übel: Der Soldat (Isaak Dettler) quält Andri (Nils Kreutinger).

    „Andorra“ in Frankfurt : Böses im Normalen

    Max Frisch ist immer aktuell, darum heißt er ja Frisch. Dass der typische Deutschlehrer-Witz Wahrheit mit sich trägt, zeigt nun die Inszenierung von „Andorra“ am Schauspiel Frankfurt.
  • Geschlossene Gesellschaft auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Szene aus der neusten Proust-Adaption in Paris

    Theaterpremiere in Paris : Das Leben ist ein Spektakel

    Ein erster Höhepunkt der Pariser Theatersaison: Christophe Honoré adaptiert Marcel Prousts „Suche nach der verlorenen Zeit“ an der Comédie-Française.
  • Umarmende Rücksichtslosigkeit trifft auf sarkastische Selbstironie: Mojca Erdmann als Marquise de Merteuil und Thomas Oliemans als Vicomte de Valmont.

    „Quartett“-Oper in Berlin : Wenig Lohn für viel Mühe

    Esoterische Katastrophenträume mit raumumkreisendem Elektroniksound: Luca Francesconis monumentale Kammeroper nach Heiner Müller hinterlässt an der Berliner Staatsoper zwiespältige Gefühle.
  • Mensch und Möbel: Nicht immer ist für alle Platz.

    Frankfurter Volksbühne : Wohnungsnot und Verteilungskampf

    Bühnenraum steht leer, Mietobjekte sind durchgängig gefragt: Der Cantate-Saal in Frankfurt zeigt mit „Drei Zimmer, Küche, Hinterbühne – Eine Besichtigung“ die Chancenlosigkeit bei der Wohnungssuche auf.
  • Mephisto kann er, an Hamlet scheitert er: Christoph Pütthoff als Hendrik Höfgen alias Gustaf Gründgens.

    „Mephisto“ in Frankfurt : Wenn man vom Teufel spricht

    Mit Distanz, aber ohne Absicht: Claudia Bauer inszeniert „Mephisto“ nach Klaus Mann im Schauspiel Frankfurt. Doch was sagt sie uns über den Deal des Künstlers mit dem Bösen?