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Das Archiv von Haruki Murakami : Weltweitwirkung

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Nimmt auch Kafka gerne mal mit an den Strand: der japanische Schriftsteller Haruki Murakami Bild: dpa

Verlegt, vergeben oder vergebens? Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami stiftet sein Archiv. Ist es für alle nutzbar?

          Wenn Haruki Murakami, der notorisch öffentlichkeitsscheue japanischen Erfolgsautor, eine Pressekonferenz gibt, muss etwas Besonderes passiert sein. Der Literaturnobelpreis wurde dieses Jahr gar nicht vergeben, also auch wieder einmal nicht an ihn, den mittlerweile ewigen Favoriten auf die Auszeichnung. Aber er selbst vergab etwas, nämlich sein Archiv, wie er nun bekanntgab. Vom kommenden Jahr an wird es an der Waseda-Universität von Tokio, Murakamis Alma mater, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wenn der Universitätspräsident Kaoru Kamata seine Institution allerdings bereits zum „Must-See-Place“ für Murakami-Leser aus aller Welt ausruft, sollte er dafür sorgen, dass Murakamis Manuskripte auf eine Weise erschlossen werden, die nicht nur den des Japanischen mächtigen Fans etwas bieten.

          Auch der Stolz darauf, dass Murakami seine Bibliothek mit den japanischen Übersetzungen seiner Lieblingsautoren, darunter Kafka, Dostojewski, Fitzgerald oder Balzac, an die Universität gegeben hat, nutzt ja dem größten Teil der weltweiten Leserschaft nur wenig. Am begehrtesten wird für ein internationales Publikum wohl die Schallplattensammlung des erklärten Jazz- und Klassikfans Murakami sein, die auch Teil des überlassenen Archivs ist. Aber da dürften die Urheberrechte den Zugriff per Internet schwierig machen.

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