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Dylan Farrows Buch-Cover : „Bin verstört, dass irgendjemand das angebracht finden könnte“

  • Aktualisiert am

Dylan Farrow Bild: AP

Der deutsche Verlag von Dylan Farrow hat das Cover ihres Debüts „Hush. Verbotene Worte“ verändert. Zuvor hatte die Autorin kritisiert, ihr deutscher Verlag benutze ohne ihre Einwilligung „den Namen meines Missbrauchers auf dem Buch“.

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          Nach Kritik unter anderem von der Autorin selbst hat der deutsche Verlag des Roman-Debüts von Dylan Farrow das Cover des Buches verändert. Die Autorin werde auf der Rückseite des Buches nun nicht mehr als „Adoptivtochter von Woody Allen und Mia Farrow“ vorgestellt, hieß es am Donnerstag vom Loewe-Verlag in Bindlach (Landkreis Bayreuth). Alle Bücher, die noch nicht im Handel sind, würden dementsprechend angepasst und seien von Montag an lieferbar.

          Zuvor hatte Farrow per Kurznachrichtendienst Twitter das ursprüngliche Cover kritisiert. „Ich bin enttäuscht, dass der deutsche Verlag den Namen meines Missbrauchers auf dem Buch und Marketing-Materialien benutzt hat, ohne mich darüber zu informieren oder mich deswegen zu konsultieren“, schrieb Farrow. „Ich hätte das nie erlaubt und bin verstört, dass irgendjemand das angebracht finden könnte.“ Zahlreiche Beobachter äußerten über die sozialen Medien ähnliche Kritik.

          Farrows Debüt-Roman „Hush“, der Auftakt einer Fantasy-Trilogie für junge Leser, war im Oktober in Amerika erschienen und am Mittwoch unter dem Titel „Hush. Verbotene Worte“ in deutscher Übersetzung auf den Markt gekommen. Die 35-jährige Farrow hatte bislang hauptsächlich mit Missbrauchsvorwürfen gegen ihren Adoptivvater Woody Allen für Schlagzeilen gesorgt. Der Regisseur hatte sie Anfang der achtziger Jahre gemeinsam mit seiner damaligen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Mia Farrow, adoptiert. Dylan Farrow wirft Allen vor, sie dann Anfang der neunziger Jahre sexuell belästigt zu haben. Allen bestreitet das.

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