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Macron und die Medienmogule : „So viele Wunder und Zufälle kann es nicht geben“

Von oben beschützt: Staatspräsident Emmanuel Macron Bild: dpa

Das Buch „Opération Macron“ sorgt in Frankreich für Aufsehen: Schrieben die Medien der Milliardäre das Skript zu Emmanuel Macrons Wahlerfolg?

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          „So viele Wunder und Zufälle kann es nicht geben“: beim Lesen solcher Worte wird man hellhörig, raffinierter kann man eine Verschwörungstheorie kaum verpacken. Geschrieben hat sie ein Statistiker, den man sich als eher nüchtern vorstellt: Eric Stemmelen. Einst war er Programmdirektor des öffentlich-rechtlichen Senders „France 2“. Er kennt die Medien und den Umgang der Politiker mit ihnen. Stemmelen hat einige ökonomische Bücher geschrieben. Sein jüngstes Werk ist Ende Juni erschienen: „Opération Macron“ (Editions du Cerisier).

          Jürg Altwegg

          Freier Autor im Feuilleton.

          Es handelt sich um eine Chronik der Präsidentenwahl: Die Medien, so die These des Autors, haben das Drehbuch zu Emmanuel Macrons Machtübernahme geschrieben. Sie gehören zehn Milliardären, deren TV- und Radiosender einen Marktanteil von über fünfzig Prozent erreichen. Bei den Tageszeitungen kontrollieren sie neunzig Prozent der Auflage. Eric Stemmelen spricht von einer „Oligarchie“, er stellt dem Buch ein Zitat aus Jean-Paul Sartres „Kindheit eines Chefs“ voran.

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