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Nobelpreis für Literatur : Wer folgt auf einen Sänger und Dichter aus Amerika?

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Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami gilt als einer der Favoriten für den Lieratur-Nobelpreis Bild: dpa

Auf der einen Seite stehen die Wettlisten, auf der anderen Spekulationen über Proporzüberlegungen der Schwedischen Akademie: Wer wird neuer Träger des Nobelpreises für Literatur? FAZ.NET gibt einen Überblick über die Favoriten.

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          Kurz vor Verkündung des Literaturnobelpreisträgers führt der Japaner Haruki Murakami die Wettlisten im Internet an. Der Romanautor und langjährige Favorit lag an diesem Donnerstagvormittag in der Gunst der Wettspieler vor dem Kenianer Ngugi wa Thiong'o und der Kanadierin Margaret Atwood. Gute Chancen auf einen Nobelpreis haben bei mehreren Wettbüros auch der Chinese Yan Lianke und der israelische Schriftsteller Amos Oz. Die Favoritenliste verändert sich oft noch bis Minuten vor der Verkündung.

          Beim britischen Wettanbieter Ladbrokes war zuletzt auch der koreanische Dichter und Schriftsteller Ko Un hoch gehandelt worden. Er zählt ebenfalls seit Jahren zum Favoritenkreis. Der deutsche Schriftsteller Navid Kermani war am Mittwochabend überraschend unter den ersten Zwanzig der Ladbrokes-Liste aufgetaucht.

          Der Träger des Literaturnobelpreises 2017 wird gegen 13 Uhr bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr hatte überraschend der Musiker Bob Dylan den bedeutendsten Literaturpreis bekommen, der zuvor auf den Listen der Wettbüros nicht auf vorderen Plätzen aufgetaucht war.

          Literaturkritiker gehen davon aus, dass die normalerweise traditionsbewusste Schwedische Akademie nach dem Preis für Dylan in diesem Jahr konservativer vorgeht. Einiges könnte auch für einen Preisträger aus Afrika sprechen.

          Der Nobelpreis ist mit neun Millionen schwedischen Kronen (rund 940.000 Euro) dotiert und wird traditionell im Oktober verkündet, aber erst am 10. Dezember, dem Todestag Alfred Nobels, verliehen.

          In den vergangenen Tagen hatten Jurys in der schwedischen Hauptstadt schon Preisträger in Medizin, Physik und Chemie gekürt. In Oslo wird am Freitag der Friedensnobelpreisträger präsentiert.

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