https://www.faz.net/-gr0-9fta7

Nach Debatte bei Rowohlt : Barbara Laugwitz wechselt zu Ullstein

  • Aktualisiert am

Barbara Laugwitz bleibt in der Verlagsbranche. Bild: Thorsten Wulf

Ihr Rauswurf beschäftigte den Rowohlt-Verlag und seine Autoren wochenlang: Jetzt wendet sich die Verlegerin Barbara Laugwitz bei Ullstein neuen Aufgaben zu.

          Die von Rowohlt geschasste Verlegerin Barbara Laugwitz wechselt zum 1. März zu den Berliner Ullstein Buchverlagen. Sie werde die Geschäftsführer Gunnar Cynybulk und Julia Claren unterstützen und die Programme weiterentwickeln, teilte Ullstein am Mittwoch mit. In dem Verlag war sie bereits vor ihrer Zeit bei Rowohlt beschäftigt. „Dass Barbara Laugwitz zu Ullstein zurückkehrt, finde ich sensationell. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr und bin überzeugt, dass die Ullstein Buchverlage ihre positive Entwicklung mit Barbara Laugwitz noch mehr beschleunigen werden“, sagte Verleger Gunnar Cynybulk.

          Der Rowohlt-Verlag hatte Ende August überraschend mitgeteilt, dass zum 1. Januar der Autor Florian Illies neuer verlegerischer Geschäftsführer werde. Die Entlassung von Barbara Laugwitz hatte daraufhin heftige Turbulenzen ausgelöst, namhafte Autoren kritisierten die Entscheidung und fragten nach den Gründen: „Die plötzliche Entlassung in Kombination mit der Unmöglichkeit, mit Frau Laugwitz in Kontakt zu treten, empfinden wir als unverständlich und unwürdig“, hieß es in dem offenen Brief an den CEO der Holtzbrinck-Buchverlage, Joerg Pfuhl, und Stefan von Holtzbrinck. Die diesjährige Buchpreisträgerin Inger-Maria Mahlke dankte in ihrer Rede bei der Verleihung vor allem Barbara Laugwitz für ihre Arbeit und Leidenschaft.

          Laugwitz hatte zuletzt vor dem Berliner Landgericht gegen Rowohlt geklagt. In einer gemeinsamen Erklärung wird Pfuhl nun mit den Worten zitiert, er bedauere, „dass der Eindruck entstanden ist, der Verlag habe ein Kontaktverbot verhängt. Das war nie beabsichtigt und widerspräche auch gänzlich unserem Verständnis vom Umgang mit Autoren und Mitarbeitern.“

          Weitere Themen

          Zeitfracht übernimmt KNV

          Buchgroßhändler gerettet : Zeitfracht übernimmt KNV

          Mehr als vier Monate Unsicherheit in der Verlagsbranche haben ein Ende gefunden: Das Logistikunternehmen Zeitfracht übernimmt den größten deutschen Buch- und Mediengroßhändler. KNV war seit Februar insolvent.

          Zwischen Horrorfilm und Neorealismus Video-Seite öffnen

          Filmkritik „Wo ist Kyra?" : Zwischen Horrorfilm und Neorealismus

          "Wo ist Kyra?" von Fotograf Andrew Dosunmu ist ein Hollywood-Film und Arthouse zugleich. Und beides auch wieder nicht. Denn die Zielgruppen beider Genre müssen sich an etwas gewöhnen, das sie sonst ablehnen. Warum der Film sowohl inhaltlich als auch künstlerisch sehenswert ist, verrät F.A.Z.-Redakteur Dietmar Dath.

          Erdogans Propaganda hat nicht geholfen

          Istanbul nach den Wahlen : Erdogans Propaganda hat nicht geholfen

          Die Niederlage bei der Wahl in Istanbul ist nicht nur für den Präsidenten ein Schlag, sondern auch für die ihm ergebene Presse. Rund um die Uhr sorgte sie für Aufruhr, jetzt fürchtet sie um ihre Pfründe.

          Die Drift nach oben Video-Seite öffnen

          Landkarte des Kunstmarkts : Die Drift nach oben

          Die Preise für Kunst sind absurd? Nein. Sie sind das realistische Abbild des globalen Reichtums. Eine Landkarte des Kunstmarkts, der in Wirklichkeit schrumpft und nur knapp dem Umsatz von Rewe entspricht.

          Topmeldungen

          Konflikt mit Iran : Trumps gefährliches Hin und Her

          Nachdem es zunächst nach Deeskalation aussah, droht Donald Trump Iran abermals. Eine Strategie im Umgang mit der Islamischen Republik ist nicht erkennbar. Trumps Reaktionen haben aber auch innenpolitische Gründe.
          „Eine Art Ideologie, die zu Gräueln in der Historie unseres Planeten geführt hat“: So beschreibt ein ehemaliger Funktionär die Haltung der IAAF gegenüber der standhaften Caster Semenya.

          FAZ Plus Artikel: Fall Caster Semenya : Startrecht nach Kastration

          Die IAAF hat Caster Semenya nach ihrem Sieg in Berlin 2009 eine Operation nahegelegt zur Aufhebung ihrer Laufsperre. Vier Athletinnen unterzogen sich der Tortur. Ein früherer Funktionär spricht von einem Zwangssystem.
          Unter Druck: Hessens Innenminister Beuth (CDU)

          Die Akte Stephan E. : Sachbeschädigung, Körperverletzung, versuchter Totschlag

          Nach dem Geständnis im Fall Lübcke werden neue Details über Stephan E. bekannt: Zu dem mutmaßlichen Mörder gibt es 37 Einträge im polizeilichen Informationssystem. Der zuständige hessische Minister Beuth rechtfertigt sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.