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Gespräch über den Buchmarkt : „Verlage tendieren zum Kulturpessimismus“

Tom Kraushaar, verlegerischer Geschäftsführer des Klett-Cotta-Verlags in der Berliner F.A.Z.-Redaktion Bild: Andreas Pein

Die Stimmung in der Verlagsbranche scheint so schlecht zu sein wie nie; die Bestürzung über die Buchkäuferstudie hält an. Aber einer sieht die Lage ganz anders: Klett-Cotta-Verleger Tom Kraushaar.

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          In zwei Wochen beginnt die Frankfurter Buchmesse. Während viele Mitglieder der Branche die Zukunft des Buchmarkts nur noch pessimistisch sehen, wirkt Tom Kraushaar auffällig gut gelaunt. Der 44-Jährige kommt aus Düsseldorf, machte eine Ausbildung zum Verlagsbuchhändler bei Suhrkamp, studierte Literaturwissenschaften und Betriebswirtschaftslehre in Berlin, war Assistent von Alexander Fest bei Rowohlt, gründete zusammen mit Michael Zöllner in Berlin den Tropen Verlag und ist seit 2007 verlegerischer Geschäftsführer des Klett-Cotta Verlags in Stuttgart.

          Julia Encke

          Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Herr Kraushaar, über den Buchmarkt liest man nur noch apokalyptische Meldungen: „Der digitale Wandel verschärft die Krise des Lesens“; „Nur noch jeder Fünfte liest“; „Mehr als sechs Millionen Käuferschwund“. Wer verbreitet diese schlechten Nachrichten?

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