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Gentrifizierung : „Ich war dabei, ein Haus zu kaufen“

  • -Aktualisiert am

Impression aus dem heutigen Berlin Bild: Jan Brandt

Der Kampf um bezahlbaren Wohnraum spitzt sich zu. Die Freiräume der Nullerjahre in den Städten sind passé und in Berlin werden Rufe nach Enteignung laut. Jetzt nehmen neue Großstadtromane das Thema auf.

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          Im Jahr 2016 ist Jan Brandt zwar noch nicht am Ende, aber er fühlt, dass jede Scholle, auf die er sich jetzt noch retten kann, unweigerlich abschmelzen wird. Der Klimawandel lässt sich nicht aufhalten. Gemeint ist das soziale Klima, präziser: das Wohnklima. Im Jahr 2016 ist den meisten Berlinern der 1970er Jahrgänge klar, dass eine Ära zu Ende geht. Aber es ist mehr als die der eigenen Jugend im Ochsenblutambiente der Nachwende-WGs.

          Es ist das Versprechen auf einen unkonventionellen Lebensstil in den Ruinen von Faschismus und Kommunismus, die mehr als zwanzig Jahre lang so angenehm retardierend auf die Globalisierungsschübe der gerade erst neu ernannten Hauptstadt wirkten. Eine allgemeine Kaputtheit, aus der Wowereits weltweit bekannter Slogan „Arm, aber sexy“ hervorging – und mit ihm eine ganze Generation von Künstlern, die zuvor meist fluchtartig die elterliche Sphäre der Kleinstadt verlassen hatte.

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