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Konzept für die Corona-Krise : Die Buchmesse als Lesefest

Damals war die Maske auf der Messe noch Avantgarde: Vera von Lehndorff stellt beim Lesefest „Open Books“ am 11. Oktober 2011 ihre Autobiografie vor. Bild: Picture-Alliance

Durch die Abwesenheit der Platzhirsche rücken auf dem Gelände der Frankfurter Buchmesse diejenigen ins Licht, die sonst überstrahlt werden. Die Organisatoren wären gut beraten, in der Stadt das aufzufangen, was in den Hallen nicht mehr geht.

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          Die Nachricht, dass die Frankfurter Buchmesse im Oktober tatsächlich stattfinden soll, trotz Corona, war noch keine 24 Stunden alt, als Juergen Boos, Direktor der Messe, die frohe Kunde bereits wieder relativieren musste: Obwohl die großen deutschen Publikumsverlage, wie es in der ersten Presseerklärung geheißen hatte, „die Idee eines neuen Veranstaltungskonzepts im Rahmen der Buchmesse“ initiiert hätten und eng in dessen Umsetzung involviert seien, nähmen eben diese Verlage an der Messe mit eigenen Ständen gar nicht teil.

          Dann meldeten sich auch die betreffenden Verlagsgruppen jeweils selbst zu Wort: Man habe der Messe bereits Anfang Mai übermittelt, dass es keinen Stand geben werde, sagte der Vorstand von Bastei-Lübbe. Man sei vom Hygienekonzept der Messe nicht überzeugt, man trage Verantwortung für die Mitarbeiter, Autoren und Gäste, so Christian Schumacher-Gebler, der Deutschland-Chef der Verlagsgruppe Bonnier. Im Übrigen hoffe er darauf, dass die Messe ihre „bisher noch sehr vagen“ Ideen zu Autorenlesungen im Herbst konkretisieren werde.

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