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Ein Gespräch mit Elena Ferrante : Wie wir Frauen vorankommen

  • -Aktualisiert am

„Ich glaube, als Schriftsteller weiß man nie wirklich, welches Buch man geschrieben hat.“ Elena Ferrantes Neapel-Tetralogie wird als Serie verfilmt. Bild: Picture-Alliance

Ihr vierbändiger Welterfolg „Meine geniale Freundin“ ist nun zur Fernsehserie geworden. Die italienische Schriftstellerin Elena Ferrante erklärt, was sie sich von der Verfilmung für die Emanzipation verspricht.

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          Die Fernsehserie „Meine geniale Freundin“, die auf Grundlage Ihrer Roman-Tetralogie von der italienischen Rai und dem amerikanischen Sender HBO realisiert wird, beginnt mit dem Blick auf ein iPhone 7, das im Dunkeln klingelt. Für mich war dieser Einstieg ein Schock. In den Romanen kommen Medien und Technologien jenseits des Buches kaum vor: Keiner schaut Kinofilme, keiner hört Musik, niemand liest Artikel an einem Computer.

          Sie haben recht, die beiden Freundinnen in den Romanen gehören der Welt der gedruckten Bücher an – wie auch ich selbst, ihre Erfinderin. Elena wird erst spät bewusst, dass sie beispielsweise über keinerlei musikalische Bildung verfügt. Bei ihrer Flucht aus dem Stadtviertel, in dem sie aufgewachsen ist, konzentriert sie sich ganz auf die Alphabetisierung: Lesen und Studieren sind die einzigen Mittel, die sie hat, um die Grenzen ihrer Herkunft zu überwinden. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass ihre Freundin Lila eine Pionierin der elektronischen Medien wird, obwohl sie dem Buch erst einen so großen Wert beimisst.

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