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Mutige Mädchen in der Welt : Heldinnen gibt es überall

Gemeinsam stark: Mädchen aus Bali, die sich für eine plastikfreie Heimat einsetzen Bild: Elisabeth Sandmann Verlag

Eine Fotografin bereist mit ihrer Enkelin die Welt. Sie treffen Mädchen, die sich engagieren: gegen Zwangsverheiratung, für Bildung und Frauenrechte. Entstanden ist ein Buch, das Hoffnung macht.

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          Wer nicht zu träumen wagt, wird die Welt nie verändern. Wer es sich in seiner Resignation und Zukunftsverdrossenheit bequem macht, als lohne sich Engagement ohnehin nicht, wird keine Veränderung erleben. Oder sie gar selbst anstoßen. Seit – man kommt nicht umhin, sie zu nennen – Greta Thunberg die Klimaschutzbühne betreten hat, haben es ihre tatkräftigen Schwestern und Brüder im Geiste überall auf der Welt ein bisschen leichter, sich Gehör zu verschaffen und eine Aufmerksamkeit zu finden, die sie längst verdient haben. Helden gibt es überall. Man muss sie nur suchen, ihnen zuhören und ihre Geschichten erzählen. So, wie es die amerikanische Fotografin Paola Gianturco gemeinsam mit ihrer elf Jahre alten Enkelin getan hat. Recherchiert haben die beiden an zahlreichen Orten: Sie sind nach Burma gereist, nach Tonga, Kenia, Indien, Neuseeland, Mexiko – am Ende waren es insgesamt dreizehn Länder. Ein Mammutprojekt, in dessen Mittelpunkt Mädchen zwischen zehn und achtzehn Jahren stehen, kämpferische Kinder und junge Frauen, die viel bewegen.

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          „Wonder Girls“ lautet der Titel des im Elisabeth Sandmann Verlag erschienenen, reich bebilderten Buchs. Was die Aktivistinnen Gutes vollbringen, ihr Einsatz für mehr Frauenrechte und gegen Zwangsverheiratung, für Umweltschutz, Bildung oder eine bessere Gesundheitsversorgung, hat zwar nichts mit Magie zu tun; das Märchenhafte ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen, schließlich sind die zu bezwingenden Widerstände, auf die die „Wonder Girls“ treffen, oft enorm.

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