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Bonné bis Zaimoglu : Longlist des deutschen Buchpreises steht fest

  • Aktualisiert am

Bücherstapel: Nicht alle der nominierten Bücher sind bereits erhältlich. Bild: dpa

Alle für den Buchpreis nominierten Bücher sollen die Jury „gestochen und gebissen“ haben: Bekannte Autoren stehen auf der Longlist – und ein paar Überraschungen.

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          Insgesamt hat die Jury aus 200 vorgeschlagenen Titeln 20 Romane auf die Longlist gesetzt. Sieben Frauen und dreizehn Männer sind nominiert. Die Longlist sei der Versuch, die Vielfalt der aktuellen deutschsprachigen Literaturlandschaft zu spiegeln, sagte Jurysprecherin Katja Gasser bei der Bekanntgabe der Longlist am Dienstag in Frankfurt. „Eine der wichtigsten Fähigkeiten von Literatur ist das Weiten unserer Welt. Das ist in Zeiten, in denen sich die Blickwinkel mehr und mehr zu verengen scheinen, besonders wichtig.“ Gemeinsam sei den 20 Büchern, dass sie die Jury „gestochen und gebissen haben“.

          Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatten 174 Bücher eingereicht - so viele wie nie zuvor. Die Jury nahm nachträglich 26 weitere Titel in die Auswahl auf. Am 12. September wird die Shortlist veröffentlicht, die dann nur noch sechs Titel umfasst. Vergeben wird der Buchpreis am 9. Oktober zu Beginn der Frankfurter Buchmesse. Der Sieger erhält 25.000 Euro, die fünf Finalisten je 2500 Euro.

          Ein Reader mit Kurzbiografien und Leseproben ist ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich. Neun Bücher sind noch nicht erschienen.

          Alle Nominierten im Überblick

          Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co, Juli 2017)

          Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)

          Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)

          Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)

          Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)

          Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)

          Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)

          Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)

          Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)

          Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)

          Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)

          Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)

          Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)

          Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)

          Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

          Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)

          Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)

          Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)

          Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)

          Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

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