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Longlist zum Buchpreis : Zwanzig aus zweihundertunddrei

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Stapelware: Der Deutsche Buchpreis hat Romane immer wieder zu Bestsellern gemacht. Bild: dpa

Der erste Schritt ist getan, die Jury freut sich über besonders viele Debütanten in der Vorwauswahl: Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2019 steht.

          Zweihundertunddrei Titel haben die sieben Jurymitglieder dieses Jahrgangs für den Deutschen Buchpreis in Betracht gezogen. Jetzt gaben sie ihre Vorauswahl bekannt: Diese zwanzig Romane, erschienen zwischen Oktober 2018 und dem 17. September 2019, dem Tag, an dem die engste Auswahl veröffentlicht wird, sind noch im Rennen um die verkaufsfördernde Auszeichnung.

          Jörg Magenau, freier Literaturkritiker und Sprecher der Jury, sieht in der Longlist die „stoffliche Vielfalt und den stilistischen Reichtum der literarischen Neuerscheinungen dieses Jahres“ widergespiegelt: „Gesellschaftsanalyse und Geschichtsforschung, Paranoia und Phantasie, Wunsch und Welterkundung von Kalifornien über die deutsche Provinz bis in den Kaukasus haben darin Platz“. Besonders erfreut zeigt sich die Jury über den Umstand, dass es „so viele gelungene Debüts zu entdecken gab, Entdeckungen, die wir gerne weiterreichen“.

          Zu den nominierten Romanen zählen Nora Bossongs „Schutzzone“, das Buch wird im September bei Suhrkamp erscheinen, Jan Peter Bremers „Der junge Doktorand“, ebenfalls im September im Berlin Verlag zu erwarten, “ „Das flüssige Land„ von Raphaela Edelbauer, in diesem Monat bei Klett-Cotta veröffentlicht, Andrea Grills „Cherubino“ aus dem Zsolnay-Verlag, Juli 2019, Karen Köhlers „Miroloi„, gerade bei Hanser erschienen, Miku „Kintsugi“ von Sophie Kühmel, ebenfalls in diesem Monat bei S. Fischer herausgekommen, Angela Lehners „Vater unser“. bereits im Februar bei Hanser Berlin erschienen, „Gelenke des Lichts“ von Emanuel Maeß, ebenfalls bereits im Februar bei Wallstein veröffentlicht, Alexander Osangs „Die Leben der Elena Silber“, in diesem Monat bei S. Fischer erschienen, Katerina Poladjans „Hier sind Löwen“, im Juni im selben Verlag erschienen, „Der große Garten“ von Lola Randl, im März 2019 bei Matthes und Seitz erschienen, Tonio Schachingers „Nicht wie ihr“ aus dem Verlag Kremayr & Scheriau, für den September angekündigt, Norbert Scheuers „Winterbienen“, bei C.H.Beck im Juli erschienen, „Die untalentierte Lügnerin“ von Eva Schmidt, im März bei Jung und Jung erschienen, „Herkunft“ von Saša Stanišić, ebenfalls im März bei Luchterhand veröffentlicht, „Flammenwand“ von Marlene Streeruwitz, im Mai bei S. Fischer herausgekommen, Jackie Thomaes „Brüder“, in diesem Monat bei Hanser Berlin erschienen, „Der Sommer meiner Mutter“ von Ulrich Woelk, bereits im Januar bei C.H.Beck auf den Markt gekommen, Norbert Zähringers „Wo wir waren“, im März bei Rowohlt erschienen, und Tom Zürchers „Mobbing Dick„, im März bei Salis veröffentlicht.

          Neben Jörg Magenau gehören die Wiener Buchhändlerin Petra Hartlieb, Hauke Hückstädt vom Frankfurter Literaturhaus, Björn Lauer aus dem hiesigen Hugendubel, Alf Mentzer vom Hessischen Rundfunk, die Literaturwissenschaftlerin Daniela Strigl und die Autorin und Literaturkritikerin Margarete von Schwarzkopf der diesjährigen Jury an.

          Am 17. September wird die Shortlist mit den sechs Romanen der engsten Wahl veröffentlicht. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen der Deutsche Buchpreis geht. Der Preisträger oder die Preisträgerin erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die fünf anderen Finalistinnen und Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro. Die Preisverleihung findet am 14. Oktober 2019 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Kaisersaal des Frankfurter Römers statt.

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