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„Godfather“ der Katzenfotografie : Von Katzen mit Menschen

Die wilden „Strays“ gehören zu Walter Chandohas stärksten Motiven. Bild: Taschen Verlag

Mehr als 75 Jahre lang fotografierte Walter Chandoha Katzen. Die Essenz seiner mehr als dreißig Bücher findet sich jetzt in „Cats. Photographs 1942–2018“ und zeigt, dass uns die Tiere oft ähnlicher sind, als wir denken.

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          Manchmal sieht es so aus, als wollten ganz gewöhnliche Katzen, die doch so gern buckeln, an ihre frühe Verwandte von überzeitlicher Eleganz erinnern, die im alten Ägypten „Bastet“ hieß, als Verkörperung der Tochter des Sonnengottes Re. Eine schlanke Kätzin oder auch ein geschmeidiger Kater, da gilt Gendergerechtigkeit, sitzt gerade eben noch in perfekter Anmut, gleichsam in sich ruhend. Doch im nächsten Moment explodieren sie, Randale inbegriffen. Um damit genauso plötzlich wieder aufzuhören und voller Verehrung, das glaubt jedenfalls der staunende Mensch, zu ihm aufzuschauen. Sehr wahrscheinlich wollen sie jetzt aber bloß ihr Futter, als Dank für die Show.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Mehr als 75 Jahre lang hatte Walter Chandoha nicht nur, aber vor allem Katzen fotografiert, als er 2019 im Alter von 98 Jahren starb. Daraus hat er den Lebensunterhalt für sich und seine Familie auf seiner Farm in New Jersey gezogen, zu der mit den Kindern immer Katzen gehörten, die von irgendwoher zuliefen oder aus Tierheimen kamen. Die Essenz seiner mehr als dreißig Bücher findet sich jetzt in „Cats. Photographs 1942–2018“.

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