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Nach Aus bei Fischer : Ein neuer Verlag für Monika Maron

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Gelobt für ihren präzisen Stil, umstritten wegen islamkritischer Äußerungen: Die Geschichten der Schriftstellerin Monika Maron überschreiten Grenzen. Bild: EPA

Die Entscheidung des S. Fischer Verlags, keine weiteren Bücher von Monika Maron mehr zu veröffentlichen, löste eine öffentliche Debatte aus. Jetzt hat die Schriftstellerin einen neuen Verlag gefunden.

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          Nach der Trennung vom S. Fischer Verlag wechselt die Schriftstellerin Monika Maron („Flugasche“) zum Hoffmann und Campe Verlag in Hamburg. Dort soll im Dezember eine neue Erzählung mit dem Titel „Bonnie Propeller“ erscheinen, gefolgt von einem Essayband mit dem Titel „Was ist eigentlich los?“, der für April 2021 geplant ist. Zugleich arbeite die Autorin an einem neuen Roman, der ebenfalls bei Hoffmann und Campe erscheinen wird, teilte der Verlag am Montag in Hamburg mit.

          Maron hatte über Jahrzehnte beim S. Fischer Verlag (Frankfurt) veröffentlicht, darunter viele Bestseller. Im Oktober hatte der Verlag jedoch angekündigt, Maron keine neuen Buchverträge anzubieten. Begründet hatte er dies mit Marons Essayband in der „Exil“-Reihe der Edition Buchhaus Loschwitz und dem Vertrieb dieser Buchreihe durch den Antaios-Verlag von Götz Kubitschek. Der Verfassungsschutz zählt das „Institut für Staatspolitik“ des Verlegers Kubitschek zum Netzwerk der „Neuen Rechten“, in dem rechtsextremistische bis rechtskonservative Kräfte verortet werden. Maron hatte von einem „Rausschmiss“ durch Fischer nach 40 Jahren gesprochen.

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