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Verlagsstreit : Barlach zieht Klage gegen Suhrkamp-Chefin zurück

Zog seine Klage gegen Ulla Unseld-Berkéwicz zurück: Hans Barlach Bild: dpa

Im Streit der Suhrkamp-Gesellschafter hat sich abermals Ulla Unseld-Berkéwicz durchgesetzt. Das Oberlandesgericht Frankfurt fand Barlachs jüngsten Antrag unbegründet.

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          Wenn es nach dem Richter am Oberlandesgericht Frankfurt gegangen wäre, hätte es an diesem Dienstag in Sachen Suhrkamp gar nicht mehr zur mündlichen Verhandlung kommen müssen. „Wir hatten eigentlich gedacht, dass Sie gar nicht mehr erscheinen“, sagte Dietmar Zeitz in Richtung des Anwalts von Hans Barlach. Dass der Suhrkamp-Miteigentümer mit seinem gesellschaftsrechtlichen Angriff auf die Familienstiftung (Ulla Unseld-Berkéwicz) ins Leere laufen würde, hatte das OLG schon in einer Vorentscheidung im Oktober erkennen lassen.

          Sandra Kegel

          Redakteurin im Feuilleton.

          In seinem Angriff gegen den Insolvenzplan des Suhrkamp Verlags hatte Barlachs Medienholding in Frankfurt zunächst ein Urteil erstritten, das der Familienstiftung die Teilnahme an der Abstimmung bei der Gläubigerversammlung am 22. Oktober untersagte. Dadurch hätte sich für Barlach die Chance eröffnet, das Insolvenzverfahren insgesamt auszuhebeln. Barlachs Argumentation, dass seine Anteile durch die Umwandlung des Verlags in eine Aktiengesellschaft quasi enteignet würden, ist das OLG Frankfurt nicht gefolgt. „Wir bleiben bei unserer Meinung“, erklärte jetzt Richter Zeitz, „wir halten den Antrag der Medienholding für unbegründet, und fühlen uns in guter Gesellschaft, da wir in dieser Sache das Bundesverfassungsgericht auf unserer Seite wähnen“. Daraufhin nahm die Medienholding die Klage zurück.

          In der Gesamtauseinandersetzung mit der Medienholding ist das ein Erfolg für die von Ulla Unseld-Berkéwicz geführte Familienstiftung. Barlach hatte verkannt, dass das bei Suhrkamp eingeleitete Insolvenzverfahren nicht mit gesellschaftsrechtlichen Mitteln anzugreifen ist.

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