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Berliner Landgericht : Suhrkamps Insolvenzplan ist rechtens

Bild: dpa

Das Berliner Landgericht hat Suhrkamps Pläne zur Umwandlung in eine Aktiengesellschaft noch einmal geprüft und bestätigt. In einem Jahr wird damit die Macht des Minderheitengesellschafters Barlach im Haus weitaus weniger groß sein.

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          Man sollte sich hüten, von einem Ende im jahrelangen Machtkampf bei Suhrkamp zu sprechen, aber der Beschluss des Landgerichts Berlin, den vom Verlag eingereichten Insolvenzplan zu bestätigen, nachdem der Bundesgerichtshof ihn auf Beschwerde des Minderheiteneigentümers Hans Barlach zur abermaligen Überprüfung an die Berliner Instanz zurückverwiesen hatte, ist ein Einschnitt.

          Andreas Platthaus

          Verantwortlicher Redakteur für Literatur und literarisches Leben.

          Denn nun wird das zuständige Insolvenzgericht ganz den Vorschlägen des Plans gemäß das Insolvenzverfahren aufheben und die bisherige Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Eine Beschwerde dagegen ist nicht mehr möglich.

          Der Störenfried bleibt

          Trotzdem ist Barlachs Medienholding damit nicht aus dem Haus. Sie bleibt Minderheiteneigentümerin, nur hat sie nach den Statuten des Aktienrechts weniger Rechte als in einer Kommanditgesellschaft. Zudem kann durch die Möglichkeit der Kapitalerhöhung der Druck entstehen, sich entweder daran zu beteiligen oder die eigene Beteiligung prozentual abschmelzen zu sehen, wenn neue Anteile ausgegeben werden. Der Mehrheitseigentümer, die Unseld Familienstiftung, hat da immer bessere Karten. Fortan ist sie in der Offensive.

          Es war diese Benachteiligung, auf die Barlachs Beschwerde vor dem BGH abgestellt hatte, und tatsächlich steht die grundlegende Frage, ob das neue Insolvenzrecht nicht die Möglichkeit zur Enteignung von Unternehmensbesitz bietet, weiter im Raum. Das Landgericht Berlin aber hat sie für diesen Fall nun als nachrangig betrachtet. Damit trägt Hans Barlach auch die Kosten für seine Beschwerden. Bei Suhrkamp rechnet man damit, dass die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Laufe des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein wird. Bis dahin dürfte sich Barlach aber bisweilen noch als Störenfried betätigen, zumal weitere Verfahren in anderen Fragen zwischen den verstrittenen Parteien anhängig sind. Und das Bundesverfassungsgericht gibt es ja auch noch.

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