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Suhrkamp-Streit : Barlach will bei AG-Umwandlung Schadenersatz

  • Aktualisiert am

Suhrkamp-Miteigentümer Hans Barlach Bild: dpa

Sollte die Gläubigerversammlung am 22. Oktober der Umwandlung des Suhrkamp-Verlags von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft zustimmen, will Minderheitsgesellschafter Barlach die Beteiligten „für mögliche Vermögensschäden in Haftung nehmen“.

          Wohl kein Ende im Streit um den renommierten Verlag: Wenn die Gläubigerversammlung am 22. Oktober der Umwandlung des Suhrkamp-Verlags in eine Aktiengesellschaft zustimmt, will Minderheitsgesellschafter Hans Barlach auf Schadenersatz klagen. „Sollte der Insolvenzplan in der derzeitigen Fassung beschlossen werden, werden wir selbstverständlich die Sekundäransprüche in Angriff nehmen“, sagte der Verwaltungsrat von Barlachs Schweizer Medienholding, Carl Ulrich Mayer, dem Magazin „Wirtschaftswoche“. „Das heißt, die Beteiligten müssen damit rechnen, dass wir sie für mögliche Vermögensschäden in Haftung nehmen.“

          Hans Barlach und die Familienstiftung von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz bekämpfen sich seit Monaten erbittert. Unseld-Berkéwicz, die mit ihrer Stiftung 61 Prozent am Verlag hält, will das Unternehmen mit dem Insolvenzplan von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Der mit ihr verfeindete Minderheitsgesellschafter Hans Barlach (39 Prozent) verlöre dadurch weitreichende Mitspracherechte.

          Sein Vertrauter Mayer sagte der „Wirtschaftswoche“, das „völlig unnötige Verfahren“ beschere dem Verlag „Kosten von rund zwei Millionen Euro“. Der Generalbevollmächtigte des Verlags, Frank Kebekus, hält diese Berechnungen dagegen laut „Wirtschaftswoche“ für „völlig überzogen“. Schadenersatzansprüche seien abwegig.

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