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Frankfurter Suhrkamp-Prozess : Ausschlussklagen abgewiesen

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Suhrkamp-Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz beim Kritiker-Empfang zur Buchmesse im Siegfried Unseld Haus in Frankfurt Bild: Helmut Fricke

Vor dem Landgericht Frankfurt haben die Gesellschafter des Suhrkamp-Verlags versucht, einander auszuschließen. Jetzt wurden beide Klagen zurückgewiesen.

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          Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz und ihr Kontrahent Hans Barlach sind mit dem Versuch gescheitert, sich gegenseitig als Gesellschafter des Verlags auszuschließen. Das Landgericht Frankfurt wies an diesem Mittwoch zwei entsprechende Klagen zurück.

          Zwar hätten beide Seiten erhebliche Treuepflichtverletzungen zum Nachteil des Verlags begangen, hieß es in der Urteilsbegründung. Der Bundesgerichtshof habe für einen solchen Fall jedoch entschieden, dass dann nur die Auflösung der Gesellschaft verbleibe, nicht aber der Ausschluss eines Gesellschafters. Barlach hatte die Forderung nach einer möglichen Auflösung der Gesellschaft im Laufe des Prozesses zurückgenommen.

          Der Hamburger Medienunternehmer, der über seine Medienholding 39 Prozent am Verlag hält, ist seit Jahren mit Unseld-Berkéwicz zutiefst zerstritten. Die Verlegerin ist über ihre Familienstiftung mit 61 Prozent Mehrheitsgesellschafterin.

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