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Suhrkamp Verlag : Gericht genehmigt Insolvenzplan

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Suhrkamp Verlag: Das Insolvenzverfahren ist eröffnet Bild: dpa

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat den Insolvenzplan des Suhrkamp Verlags genehmigt. Hans Magnus Enzensberger, Gerhart Baum und Marie Warburg bilden den Aufsichtsrat der neuen AG. Und der Verlagsteilhaber Hans Barlach muss in der Schweiz fünf Millionen Franken bezahlen.

          Das Amtsgericht Berlin- Charlottenburg hat den Insolvenzplan von Suhrkamp an die Beteiligten des Verfahrens verschickt. Damit ist die gerichtliche Zulassung eines der umstrittensten Verfahren der vergangenen Wochen und Monate erfolgt. Anders als bislang im Insolvenzplan vorgesehen, benennt der Verlag für die erste Phase der Suhrkamp AG die drei Aufsichtsratsmitglieder.

          Dieser besteht aus dem Suhrkamp-Autor Hans Magnus Enzensberger, dem FDP-Politiker und einstigen Innenminister Gerhart Baum sowie der Ärztin Marie Warburg, die einer Bankiersfamilie entstammt und mit dem einstigen Kulturstaatsminister Michael Naumann verheiratet ist. Das Gremium, benannt vom Verlag im Zuge des Insolvenzverfahrens, wird als eine der ersten Aufgaben den dessen Vorstand bestimmen.

          Zugleich muss der Suhrkamp-Teilhaber Hans Barlach dem Schweizer Unternehmer Andreas Reinhart fünf Millionen Franken aus dem Verkauf von Verlagsanteilen bezahlen, wie Schweizer Nachrichtenagenturen melden. Das Bundesgericht hat Barlachs Beschwerde gegen das Urteil des Zürcher Handelsgerichts abgewiesen.

          Die Winterthurer Familie Reinhart war über die Medienholding Winterthur AG jahrzehntelang stille Teilhaberin des Verlags. 2006 verkaufte Andreas Reinhart die Aktiengesellschaft für 10,8 Millionen Franken an Barlach und den inzwischen verstorbenen Investor Claus Grossner.

          Da Grossner nicht gezahlt hatte, übernahm Barlach dessen Anteile, überwies Reinhart aber nicht den Kaufpreis. Das Zürcher Handelsgericht verpflichtete Barlach im Mai zur Zahlung von fünf Millionen Franken plus Prozent Zinsen. Das Bundesgericht hat jetzt Barlachs Beschwerde dagegen abgewiesen. Eine Begründung des Entscheids liegt noch nicht vor.

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