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Dem Zecher folgt das „Fluchtachterl“: Nikolaus Heidelbachs Bild zeigt das Ende eines schönen Abends. Bild: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG

Regionale Ausdrücke : Wörter, die es auf Hochdeutsch nicht gibt

Von Anscheuseln bis Zurückdummen: Sofia Blind sucht „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“, darunter auch für das Ding, das man im Supermarkt aufs Kassenband legt, um seinen Einkauf abzutrennen.

          Wer übersetzt, muss sich entscheiden, denn oft genug steht für ein Wort der Ausgangssprache gleich eine ganze Reihe in der Zielsprache zur Verfügung, so dass eine schillernde Bedeutung mitunter notwendig verengt wird. Es kommt aber auch vor, dass ein Übersetzer erfinden muss, was er nicht durch eine bereits bestehende Entsprechung ausdrücken kann, weil es sie einfach nicht gibt. Das heißt nicht nur, dass die Ausgangssprache in diesem Punkt reicher ist als die Zielsprache – und das womöglich aus guten Gründen, weil etwa nicht jedes Land 121 unterschiedliche Arten von Schnee kennt –, sondern auch, dass der Übersetzer zwischen einer lautmalerischen Neuschöpfung einerseits und einer längeren Umschreibung des gesuchten Worts andererseits wählen muss.

          Tilman Spreckelsen

          Redakteur im Feuilleton.

          Der Übersetzerin Sofie Blind wird es oft genug so gegangen sein. In ihrem Buch „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“, versammelt sie eine Fülle von Begriffen, die in bestimmten deutschsprachigen Regionen jeweils gängig sind, die dort gesprochen und verstanden werden, die aber in den anderen keine Entsprechung haben – seltener, weil auch das Phänomen regionaltypisch ist, häufiger aber, weil es eben nur dort gelungen ist, dafür einen einleuchtenden Begriff zu finden.

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          Sofia Blind, Nikolaus Heidelbach: „Wörter, die es nicht auf Hochdeutsch gibt“. DuMont Buchverlag, Köln 2019. 112 S., geb., 18,– .

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