Identitätspolitik :
Der Stamm der Woken

Lesezeit: 6 Min.
Die US-amerikanische Philosophin Susan Neiman lebt in Deutschland und ist Direktorin des Einstein Forums in Potsdam.
Die Philosophin Susan Neiman will die Linke vor dem Phantom der Identitätspolitik retten. Und verwickelt sich dabei in jede Menge andere eingebildete Kämpfe – und in wirkliche Widersprüche.

Die US-amerikanische, in Deutschland lebende Philosophin Susan Neiman führt in ihrer Streitschrift „Links ≠ woke“ eine Kontroverse gegen eine Bewegung, die sich als solche nicht ausfindig machen lässt, deren Angehörige sie nicht nennt und weder direkt noch indirekt zu Wort kommen lässt. Sie erhebt Einspruch gegen angebliche Annahmen und Ziele dieser Bewegung, für die ihre 137 Fußnoten keinen einzigen Beleg enthalten. Und sie greift die Theorien an, die diese Bewegung vermeintlich geprägt haben. Susan Neimans Buch ist ein Schattenboxkampf in drei Kapiteln.

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