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: Spiegelmans Skizzen

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Die größten Sensationen verbergen sich manchmal am Rande. Wie im Falle der 27. Ausgabe der amerikanischen Buchreihe "McSweeney's", die in einem Schuber gleich drei Publikationen bietet: eine Anthologie mit Erzählungen (darunter eine neue, sehr beklemmende von Stephen King, "A Very Tight Place"), ...

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          Die größten Sensationen verbergen sich manchmal am Rande. Wie im Falle der 27. Ausgabe der amerikanischen Buchreihe "McSweeney's", die in einem Schuber gleich drei Publikationen bietet: eine Anthologie mit Erzählungen (darunter eine neue, sehr beklemmende von Stephen King, "A Very Tight Place"), einen schmalen Katalog mit Zeichnungen, die im April in einer New Yorker Galerie gezeigt wurden (von so unterschiedlichen Künstlern wie Goya, Warhol, Leonard Cohen, Raymond Pettibon, Basquiat, David Mamet, Paul Hornschemeier oder Saul Steinberg), und schließlich eine kleine Kladde mit dem Titel "Autophobia". Sie ist die Sensation, denn sie enthält zum ersten Mal Auszüge aus den Skizzenbüchern von Art Spiegelman. Dass der amerikanische Comic-Zeichner, der mit "Maus" zum Star seiner Zunft aufgestiegen ist, aber nur sehr wenig veröffentlicht, ein riesiges Konvolut an Skizzenbüchern gefüllt hat, weiß jeder, der einmal in seinem Atelier war. Freigegeben hat er für McSweeney's jetzt eine Suite von Zeichnungen, die er im Frühjahr 2007 angefertigt hatte: wunderbar witzige Experimente mit Stilen, Figuren und Wortspielen, die Spiegelman von jener Seite zeigen, die man vor zwanzig Jahren in "Breakdowns" kennengelernt hat - und seitdem kaum einmal mehr. Was für ein Schatz liegt dort! Aber das Vorwort des Zeichners lässt wenig Hoffnung, dass man bald mehr davon sehen wird. ("McSweeney's 27". McSweeney's Quarterly Concern, San Francisco 2008. 3 Bücher im Schuber, 196 S., 72 S., 80 S., alle br., zus. 24,- $.) apl

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