Reden gegen das Vergessen
Lesezeit: 4 Min.
Hugo Höllenreiner redet und redet. Er spricht oft vor Schulklassen und bei Gedenkveranstaltungen. Es ist die immer gleiche Geschichte, die er erzählt: seine eigene. Die eines Sinti-Jungen, geboren Anfang der dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts, hinein in eine unruhige Zeit. Im März 1943, Hugo ist neun Jahre alt, wird ihm "Z-3529" in den linken Unterarm tätowiert, "Z" für Zigeuner, wie man Sinti und Roma zu jener Zeit nannte, womit man meinte: Arbeitsscheue, Horden umherziehender Bettler, eine artfremde Rasse, Schande für das deutsche Volk.
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