Neue Bücher über Carl Schmitt : Das Ganze war ihm unangenehm
Von Patrick Bahners
Lesezeit: 8 Min.
Als Carl Schmitt am 10. Januar 1930 in Halle bei seinem Kollegen Carl Bilfinger zu Gast war, wurde ihm ein „wunderschöner Scharzhofberger“ eingeschenkt. Bilfinger wusste, womit er Schmitt erfreuen konnte. Schmitts Familie stammte aus dem Moselland, sein Vater war bei Ürzig aufgewachsen, seine Mutter in Trier. Er liebte gereifte Rieslinge und lagerte im eigenen Keller mit Vorliebe die berühmten Weine von der Saar ein. Die beiden Ockfener von 1929 und 1931, die er am 30. Januar 1932 kredenzte, als er sich mit dem Germanisten Veit Roßkopf über Kleists „Prinzen von Homburg“ unterhielt, erwiesen sich als zu jung; der Gastgeber konnte schlecht schlafen.
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