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: Motorstotternd

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Einen Motor mit optimaler Energieeffizienz will er bauen, mit seinen sozialen Modellen und Berechnungen die Arbeiterfrage lösen. Rudolf Diesel, durch Fleiß und Brillanz aus ärmlichen Verhältnissen zum wohlhabenden Ingenieur und Unternehmer aufgestiegen, lässt sich auch durch zahlreiche Zweifler nicht von seinen Visionen abbringen.

          Einen Motor mit optimaler Energieeffizienz will er bauen, mit seinen sozialen Modellen und Berechnungen die Arbeiterfrage lösen. Rudolf Diesel, durch Fleiß und Brillanz aus ärmlichen Verhältnissen zum wohlhabenden Ingenieur und Unternehmer aufgestiegen, lässt sich auch durch zahlreiche Zweifler nicht von seinen Visionen abbringen. John D. Rockefeller wird sein Gegner, weil er statt amerikanischem Öl russisches kauft, Friedrich Alfred Krupp sein Förderer, weil er den Industriemagnaten durch seine Beharrlichkeit beeindruckt. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs schifft sich der Fünfundfünfzigjährige nach London ein, verschwindet am Abend des 29. Septembers 1913 spurlos von Bord, bis Tage später eine im Meer treibende Leiche anhand von persönlichen Gegenständen als die seine identifiziert wird. Selbstmord wird offiziell als Todesursache vermerkt, Mordtheorien gibt es seit damals reichlich. Diesen ereignisreichen Lebensweg fasst Viktor Glass in "Diesel" zusammen, ohne sich dabei recht durchringen zu können, die distanzierte Warte eines Biographen zugunsten seines Romans aufzugeben. Nur selten gelingt es ihm, eine unmittelbare Nähe zum historischen Geschehen entstehen zu lassen. (Viktor Glass: "Diesel". Rotbuch Verlag, Berlin 2008. 352 S., geb., 19,90 [Euro].) scht

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