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Michio Kaku: Die Physik des Unmöglichen : Vielleicht geht's doch

Bild: Verlag

Abwehrkraftfelder, Lichtschwerter und Beamen: Die Science-Fiction-Literatur kennt viele fantastische technische Errungenschaften. Aus der Untersuchung, ob sie prinzipiell überhaupt möglich sind, lässt sich durchaus einiges lernen, wie der Physiker Michio Kaku vor Augen führt.

          „Beam mich rauf, Scotty“, dann die Lichtwolke und schließlich das Wiedererstehen des Protagonisten: So kennt man es aus „Raumschiff Enterprise“, für das diese Transportmethode seinerzeit aus Kostengründen erfunden wurde. Die Lande- und Aufstiegsszenen über fremden Planeten wären zu teuer gewesen. Weil dann aber der Einwand kam, dergleichen könne niemals funktioneren, sorgte der Drehbuchschreiber beflissen für „Heisenberg-Kompensatoren“.

          Helmut Mayer

          Redakteur im Feuilleton.

          Womit man wirklich in die Bredouille kam, denn an der Quantenmechanik sollte man sich doch besser nicht vorbeischummeln. Zumal die Sache, wie Michio Kaku in seinem Buch über die „Physik des Unmöglichen“ festhält, gerade aufgrund der Quantenmechanik funktionieren könnte - was den theoretischen Physiker zur Erläuterung von verschränkten Quantenzuständen und der mit ihnen operierenden Teleportationsmethoden bringt.

          Vom vermeintlich physikalisch Unmöglichen zur Erläuterung seiner wie auch immer beschränkten Realisierbarkeit, so verläuft der Weg des Autors auch, wenn es um Abwehrkraftfelder, Lichtschwerter, Unsichtbarkeit und noch einige weitere Requisiten des Science-Fiction-Universums geht. Andere Abschnitte legen die Latte einer doch irgendwie vorstellbaren Möglichkeit noch höher, bevor schließlich - der Autor wählt dafür Perpetuum mobile und Präkognition - das definitiv Unmögliche auf den Plan tritt. Naturgemäß paktiert dieser Autor mit den Möglichkeiten, selbst wenn Probleme unübersteigbar scheinen. Bei deren durchweg untechnisch gehaltenen Erläuterungen kann man viel über Physik und deren technologische Realisierungen lernen.

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