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Geisterhäuser in den Alpen : Pass auf, wo du hintrittst

Filmreif: Der Pavillon Keller im Livet-et-Gavet im französischen Romanche-Tal. Bild: Stefan Hefele

Die Vergangenheit bekommt nicht immer den Respekt, den sie verdient hätte: Der Fotograf Stefan Hefele erkundet Geisterhäuser im Alpenraum.

          Wir begriffen die Ruinen nicht eher, als wir selbst Ruinen seien, behauptete Heine. Das intransitive lateinische Verb ruere heißt – unter anderem – einsinken, einstürzen. Das können Dinge tun, Lebewesen und Imperien. Es gibt Länder wie Italien, die so viele eingestürzte Zeugnisse aus mehr als zweitausend Jahren Baugeschichte haben, dass sie im Umgang mit den Überresten der Vergangenheit eine lässige Meisterschaft entwickelt haben. Arnold Esch hat dazu in seinem wunderbar erhellenden Buch „Historische Landschaften Italiens“ das Nötige geschrieben.

          Hannes Hintermeier

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für „Neue Sachbücher“.

          In anderen Anrainerstaaten des Alpenraums, wie der Schweiz oder Bayern, tut man sich mit der Unaufgeräumtheit schwerer. Ruinen werden dort meist entsorgt oder zu neuem Glanz saniert, je nach Geldbeutel. Überhaupt muss man sagen, dass es die Südseite der Alpen heftiger erwischt hat, wenn man über Ruinendichte spricht. Wirtschaftliche Boomzeiten und damit einhergehender Wohlstand kamen und gingen dort in schnelleren Zyklen. Auch wer heute nur die Brenner-Autobahn befährt, sieht Zeugen dieses Umstands, die man sich selbst überlassen hat. Fremdenverkehr, Alpinismus, Bädertourismus, Kraftwerke, Fabriken, Villen – der Reichtum von Familien vergeht, Festungen werden obsolet, weil Frieden den Krieg ablöst, Industrien unterliegen im Weltmarkt, Freizeitmoden sterben. Übrig bleiben die gebauten Zeitzeugen aus Stein, ausgeliefert Wind und Wetter, Pflanzen und Vandalen.

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          Die Sprungschanze in Autrans diente 1968 bei den Winterspielen von Grenoble ihrem Zweck und verfiel danach. Bilderstrecke

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