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: Ferien mit Thomas Bernhard

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Die Angst vor großer Nähe war eine Lebensangst von Thomas Bernhard. Ein Leben auf der Flucht vor Menschen, die behaupten könnten, ihn zu kennen. Außer seiner Lebensfreundin, der wesentlich älteren sogenannten "Tante" Hedwig Stavianicek, waren alle Freundschaften flüchtig und konnten jederzeit von ihm beendet werden.

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          Die Angst vor großer Nähe war eine Lebensangst von Thomas Bernhard. Ein Leben auf der Flucht vor Menschen, die behaupten könnten, ihn zu kennen. Außer seiner Lebensfreundin, der wesentlich älteren sogenannten "Tante" Hedwig Stavianicek, waren alle Freundschaften flüchtig und konnten jederzeit von ihm beendet werden. Einfach so. Gerda Maleta war eine ferne Freundin, bewohnte eine Villa in der Nähe seines Obernathaler Hofes und ging mit ihm auf Reisen, wann immer er es wünschte. Die Fotos dieser Fahrten sind von einer Leichtigkeit und Schönheit und Unbeschwertheit, wie man sie von Bernhard bislang kaum kannte. Mit Zipfelmütze auf dem Kopf oder einem kühlen Eisblock, im Bademantel und beim Weihnachtsfest. Er wünsche sich "mehr als einen flüchtigen Kontakt", hatte er ihr gegen Ende seines Lebens geschrieben. Und "beide sind wir ja froh über uns - weil wir doch auch sehr viel Glück haben - beide!" Das Glück sieht man den Bildern an.

          vw

          Richard Pils (Hg.): "Um der Kälte zu entfliehen - Gerda Maletas Bernhard-Fotografien". Bibliothek der Provinz,

          105 Seiten, 24 Euro

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