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Das London der Superreichen : Im goldenen Käfig voller Alarmanlagen

  • -Aktualisiert am

Die Queen’s Gate Terrace in South Kensington Bild: Picture Alliance

Die Briten wollen endlich die Herrschaft des Geldes über ihre Hauptstadt verstehen: Caroline Knowles führt durch die Londoner Welt der Superreichen.

          3 Min.

          Es ist nicht so, dass London in seinem Wandel einzigartig wäre. Keine Großstadt steht still, an keiner Metropole sind die vergangenen Jahrzehnte einfach vorbeigegangen. Die Tatsache, dass die Briten ihre Hauptstadt in vielen Teilen nicht mehr wiedererkennen, dass London sich seit den Achtzigerjahren grundlegend verändert hat, ist also kaum bemerkenswert. Außergewöhnlich ist nur die Triebkraft dieses Wandels, denn in anderen europäischen Metropolen war sie ein kompliziertes Gemisch von Faktoren, in London dagegen hat eine einzige hyperpotente Kraft die Geschicke der Stadt so durchgreifend bestimmt wie nirgendwo sonst: Geld in all seinen Formen, ob alt oder neu, sauber oder undurchsichtig, einheimisch oder ausländisch.

          Doch wie überall, wenn Wandel direkt vor der eigenen Haustür passiert, bleibt er lange Zeit unbemerkt. Man nimmt die kleinen, scheinbar alltäglichen Verschiebungen gar nicht wahr, bis sie irgendwann so unbequem geworden sind, dass man nicht anders kann, als endlich genau hinzusehen.

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