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: Bürgerlichkeit nach 1945

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Eine "nivellierte Mittelstandsgesellschaft" ist nach dem Krieg aus Deutschland geworden, glaubt man einem berühmten Diktum Helmut Schelskys: Das jüdische Bürgertum wurde vertrieben und ermordet, das deutschnationale Bürgertum war demoralisiert. Die verbliebene Mitte schämte sich ihrer Bürgerlichkeit.

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          Eine "nivellierte Mittelstandsgesellschaft" ist nach dem Krieg aus Deutschland geworden, glaubt man einem berühmten Diktum Helmut Schelskys: Das jüdische Bürgertum wurde vertrieben und ermordet, das deutschnationale Bürgertum war demoralisiert. Die verbliebene Mitte schämte sich ihrer Bürgerlichkeit. Erst seit ein paar Jahren ist es wieder erlaubt, affirmativ von "Bürgertum" zu reden: Bücher über Werte, Tugenden (Ottfried Höffe), Manieren (Prinz Asserate) oder Disziplin (Bernhard Bueb) haben Konjunktur. Der Sammelband Bürgerlichkeit bietet eine fundierte Einführung in die Debatte.

          Bernd Ulrich (Hg.): Bürgertum nach 1945. Hamburger Edition 2005.

          36 Euro

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