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: Berühmter Frauen Werdegang

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Eine gute Ausbildung allein reicht nicht aus. Ebenso wenig eine mächtige Familie im Hintergrund. Um unter die hundert berühmtesten Frauen der Weltgeschichte gereiht zu werden, bedarf es schon etwas mehr. Welche Faktoren letztendlich zum Weltruhm führen, muss von Frau zu Frau aufs Neue untersucht werden.

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          Eine gute Ausbildung allein reicht nicht aus. Ebenso wenig eine mächtige Familie im Hintergrund. Um unter die hundert berühmtesten Frauen der Weltgeschichte gereiht zu werden, bedarf es schon etwas mehr. Welche Faktoren letztendlich zum Weltruhm führen, muss von Frau zu Frau aufs Neue untersucht werden. Genau das versucht Anna Eunike Röhrig in einem schmalen Band.

          Die Frage nach den Kriterien ihrer Auswahl lässt die Autorin offen. Die Ausgewählten sollten allerdings aus allen Epochen der Weltgeschichte stammen und zumindest dem Namen nach auf allen fünf Kontinenten bekannt sein. Ob freilich die Schweizer Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross oder die Schwägerin Ludwigs XIV., Liselotte von der Pfalz, weltweit von ähnlicher Bekanntheit sind wie Marie Curie oder Prinzessin Diana, ist zweifelhaft.

          Es ist ein Verdienst der Autorin, auch Lebensläufe von Frauen vorzustellen, denen mitunter zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Deutschlands erste Professorin, die Physikerin Lise Meitner, die zusammen mit Otto Hahn zur Kernspaltung forschte, gehören ebenso dazu wie Emilie du Châtelet, hochgebildete Geliebte und Mitarbeiterin Voltaires, und die Tänzerin Isadora Duncan, die nach einem Leben mit zahlreichen Liebhabern, dem Verlust dreier Kinder und einer wechselhaften Bühnenkarriere zu Tode kam, als sich ihr Schal während einer Fahrt mit einem Oldtimer in einem der Räder verfing. Ihr Tod zählt zu den bizarrsten, das Schicksal des tragischen Endes teilen mit ihr aber noch weitere weibliche Berühmtheiten. Die Sängerin Janis Joplin erlag mit siebenundzwanzig Jahren einer Überdosis Heroin, und der Gorillaforscherin Dian Fossey wurde in ihrer Waldhütte von einem Unbekannten der Schädel eingeschlagen. Grace Kelly (unser Foto) kam bei einem Autounfall ums Leben, Marie-Jeanne Bécu, Comtesse du Barry, Mätresse von Ludwig XV., landete auf der Guillotine. So unterschiedlich diese Frauen sind, allen gemeinsam scheint ein großes Maß an Eigensinn. Sie überspielten die gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit und trotzten den Erwartungen ihrer Umgebung.

          Sehr viel mehr als einige Schlaglichter auf die bewegten Leben von hundert Frauen lässt sich in den knappen Artikeln nicht erreichen. Gelegentliche Einblicke in das Privatleben der aufgeführten Berühmtheiten wirken nicht immer ganz überzeugend. Dennoch gestaltet sich das Blättern durch die Jahrhunderte unterhaltsam und mitunter lehrreich. Die Artikel machen Lust, mehr über diese Frauen zu lesen. Literaturhinweise dazu gibt es im Anhang. Spätestens dann haben die Kurzbiographien von Anne Boleyn, Annette von Droste-Hülshoff oder Elisabeth I. von England Gewissheit geliefert: Bildung konnte zumindest nicht schaden, um es in den Kreis der wirklich berühmten Frauen zu schaffen.

          MARIA HOLZMÜLLER

          Anna E. Röhrig: "Klug, schön, gefährlich". Die hundert berühmtesten Frauen der Weltgeschichte. C. H. Beck Verlag, München 2007. 125 S., br., 9,95 [Euro].

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