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Morton Rhues Jugendbuch „Fame Junkies“ : Ruhmsüchtig

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Bild: Ravensburger

Zuerst war es ein zufälliger Schnappschuss, der Jamie gelungen ist. Dann wurde sie New Yorks jüngste Paparazza. Morton Rhue erzählt in seinem neuen Jugendroman „Fame Junkies“ ihre Geschichte und die ihrer Freunde - von Reiz und Preis des Ruhms.

          Wer einmal erfahren hat, wie Rampenlicht sich anfühlt, der wird sich auf die Suche nach mehr davon machen. Morton Rhue, der bei uns durch „Die Welle“ bekannt gewordene Jugendbuchautor, hat sich nun in „Fame Junkies“ der Sehnsüchte amerikanischer Teenager angenommen. Der vierzehnjährigen Hobbyfotografin Jamie gelingt ein Zufallstreffer, ein Sensationsfoto, und da es dank ihrer Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit nicht das einzige bleibt, ist sie schon bald New Yorks jüngste Paparazza. Das dient hier allerdings eher als Aufhänger für mehrere parallel erzählte Geschichten. Folgen wir eben noch Jamies Aufstieg, trudeln wir auch schon die Abwärtsspirale hinunter mit ihrem Schulfreund Avy, der ausgerissen ist, um in Hollywood sein Glück zu machen. Bald besucht er statt der renommierten Schauspielschule zwielichtige Kneipen und verdient sich sein Geld für die erforderlich scheinenden Schönheitsoperationen als Drogenkurier.

          Auch stilistisch ist „Fame Junkies“ ein multiperspektivisches Panorama: aus Tagebuchnotizen, E-Mails, Zeugenaussagen, Zeitungsausschnitten und nicht zuletzt Briefen eines hartnäckigen Stalkers, geschrieben (und von Katharina Ganslandt ins Deutsche gebracht) in einer Sprache, deren Unmittelbarkeit fesselt, ohne sich durch betonte Jugendlichkeit anzubiedern. Wenn Jamie am Ende zu der Einsicht gelangt, dass es im Leben nicht darauf ankommt, berühmt zu sein, möchte man ihr zwar aus tiefstem Herzen zustimmen. Offen bleibt, ob jugendliche Zuschauer oder gar Teilnehmer von Talentshows sich von dieser schlichten Botschaft beeindrucken lassen. Man kann ja auch ohne Song-Contest Spaß am Singen haben. Zum Beispiel.

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