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: Siebziger verweht

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Nach "Ein Stück Malheur" und "Der Junior" schließt Jörg W. Gronius nun mit "Plötzlich ging alles ganz schnell" seine autobiographische Romantrilogie ab. Der Ich-Erzähler hat seine Berliner Kindheit und die Pubertät voller Pop und Politik hinter sich und ist in den siebziger Jahren angekommen. Er ...

          Nach "Ein Stück Malheur" und "Der Junior" schließt Jörg W. Gronius nun mit "Plötzlich ging alles ganz schnell" seine autobiographische Romantrilogie ab. Der Ich-Erzähler hat seine Berliner Kindheit und die Pubertät voller Pop und Politik hinter sich und ist in den siebziger Jahren angekommen. Er liest Foucault, versucht sich in studentischen Theatergruppen, entdeckt das Leben in Berlin-Kreuzberg und bändelt mit der einen oder anderen Frau an. Dann nähert sich das Jahrzehnt seinem Ende, der namenlose Erzähler wird Vater: "Adorno hat gesagt: Nie wieder Lyrik nach Auschwitz. Ich sage: Nie wieder Kinder. Ab jetzt nur noch Menschen." Gronius schreibt hier nicht nur autobiographisch, es sind die Erfahrungen einer Generation, schwankend zwischen Melancholie und Groteske. Daher: "Kein Bedauern. Keine Traurigkeit." (Jörg W. Gronius: "Plötzlich ging alles ganz schnell". Weidle Verlag, Bonn 2007. 152 S., geb., 21 [Euro].) phil

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