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Rezension: Belletristik : Märchenprinzen unter sich

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Immer wieder sind es die Königskinder, die unser Herz bewegen. Das gute alte Märchen von Prinz und Prinzessin, die sich irgendwann kriegen und glücklich sind bis an ihr Lebensende - so altmodisch es ist, so gerne wird es immer neu bemüht, um Kindern andere Gesellschaftsformen und Rollenmuster vorzuführen. Zahlreich ...

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          Immer wieder sind es die Königskinder, die unser Herz bewegen. Das gute alte Märchen von Prinz und Prinzessin, die sich irgendwann kriegen und glücklich sind bis an ihr Lebensende - so altmodisch es ist, so gerne wird es immer neu bemüht, um Kindern andere Gesellschaftsformen und Rollenmuster vorzuführen. Zahlreich sind daher die feministischen Bilderbuchmärchen, in denen eine aufmüpfige Prinzessin sich weigert zu heiraten. Nun kommt aus den Niederlanden eine neue Variante: Eine dicke alte Königin will endlich in Pension gehen und drängt den Kronprinzen zur Heirat. Dem will aber keine Braut so recht gefallen - bis eine in Begleitung ihres Bruders erscheint. Mit dem funkt es dann endlich.

          Das Angenehme an diesem Bilderbuch ist, daß es sein Thema, die Schwulen-Ehe, nicht als schweres Problem behandelt, sondern nur lapidar erwähnt. "Es wurde eine ganz besondere Hochzeit", lautet der einzige Satz dazu. Wir sehen eine skurrile Hochzeitsgesellschaft, zwei hübsche junge Männer, die sich begeistert anstrahlen, und viel Konfetti. Linda de Haan und Stern Nijland haben das Märchen federleicht als verspielte Collage gestaltet; mit einer besonderen Liebe zu Kronen, Katzen und Dingen, die durch die Luft fliegen.

          os.

          Linda de Haan, Stern Nijland: "König & König". Aus dem Niederländischen von Edmund Jacoby. Gerstenberg Verlag, Hildesheim 2001. 32 S., geb., 24,80 DM. Ab 4 J.

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