Rezension: Belletristik :
Die chinesische Erbschaft

Lesezeit: 3 Min.
Man darf ihn nicht vergessen: Ein Paket Eça de Queiroz

Der Aufbau Verlag in der damaligen DDR hatte lange Zeit eine in den fünfziger Jahren schon begonnene sehr reichhaltige Ausgabe des berühmten portugiesischen Erzählers José Maria Eça de Queiroz im Programm. Nicht immer ist ganz auszumachen, warum das Werk dieses doch so wunderbar versnobten Autors der DDR druckenswert schien; hinweisen ließe sich allenfalls auf eine ältere Übersetzung von Eça de Queiroz' Erstling "Das Verbrechen des Paters Amaro", sie erschien 1930 im Neuen Deutschen Verlag in Berlin, der Übersetzer war Thomas Schlichtkrull, und in einem ausführlichen Vorwort feiert ein Gerhart Pohl den Roman als aufklärerisch und glänzend antiklerikal. Auch habe sich, sagt er, der Autor als Konsul in Havanna sehr für die Unterdrückten eingesetzt.

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