Inger-Maria Mahlke: Silberfischchen :
Nähe ist eine Ordnungswidrigkeit

Von Richard Kämmerlings
Lesezeit: 4 Min.
Dunkelkammerspiel: Inger-Maria Mahlkes Debüt erzählt von der Begegnung zweier einsamer Menschen und der Unwahrscheinlichkeit des Glücks in letzter Lebensminute.

Es gibt Debüts, von denen man nur einen Satz lesen muss, und dann weiß man, dass es, ganz gleich, was nun noch kommt, nicht wirklich danebengehen kann. Etwa diesen: „Eine lange Reihe abgasgeschwärzter Häuser, die sich in Pfützen spiegelten, trocknete an der Wäscheleine in der Küche, er stieß sie im Vorbeigehen an.“ Das ist der erste Satz von „Silberfischchen“, ein solches Erster-Satz-Versprechen kann kaum jemand halten, aber wirklich brechen kann man es auch nicht mehr.

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