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Hartmut Bobzin (neu übertragen): Der Koran : Der Mensch ist nicht aus Tesafilm gemacht

  • -Aktualisiert am

Bild: C.H.Beck

Hypertext vor der Zeit: Unter den religiösen Gründungstexten ist der Koran einer der schwierigsten – und kaum zu übersetzen. Drei neue Übertragungen wagen trotzdem den Versuch.

          Das Gerücht hält sich hartnäckig: Im Koran steht die Wahrheit über die Muslime. Was er sagt, das denken sie, danach handeln sie. Und zwar alle, mehr oder weniger, offen oder verhohlen. Und es sind garstige Dinge, die wir da lesen, wilde Drohungen, archaische Sitten, festgeschrieben vor 1400 Jahren für alle Zeit. Bevor wir in die Versuchung geraten, uns dem Vorschlag von Geert Wilders anzuschließen und den Koran verbieten zu lassen, empfiehlt es sich, sich ein eigenes Urteil zu bilden und einen deutschen Koran zu besorgen. Nur welchen? Waren nach dem 11. September 2001 alle Koranübersetzungen vergriffen, so herrscht heute ein Überangebot. Die alten Übertragungen, darunter lange und zu Recht vergessene, sind wiederaufgelegt worden. Drei neue sind nun erschienen. Wer im Buchladen nach dem Koran fragt, steht vor dem Dutzend lieferbarer Ausgaben wie der sprichwörtliche Ochs vor dem Berg.

          Schwierig und kaum übersetzbar

          Unter den religiösen Gründungstexten von Weltgeltung ist der Koran einer der jüngsten und schwierigsten, kaum übersetzbar. Die Gründe dafür sind zahlreich: die oft unklaren oder von Legenden umrankten Kontexte, viele unverständliche Wörter, teils extrem verknappte, mehrdeutige Syntax, ganz zu schweigen von der Vieldeutigkeit der Handschriften, sofern man nicht, wie es am Ende die meisten Übersetzer tun, die kanonische sogenannte Kairiner Ausgabe zugrunde legt und die Variantendiskussion in den Kommentar verbannt. Darin ähnelt der Koran, wiewohl nach muslimischem Verständnis vollständig überliefert, fragmentarisch überlieferter archaischer Literatur, etwa dem Gilgamesch-Epos. Problematischer ist etwas anderes, was einem so in anderen alten Texten kaum begegnet: Der Koran ist kein Buch und sollte nicht so aufgefasst werden. Aus dem mündlichen Vortrag und der Rezitation entstanden, die bis heute in der islamischen Welt das wichtigste Mittel zu seiner Verbreitung sind, hat der Koran die Gestalt, in der er uns im Westen heute – noch – vornehmlich erscheint, nie gewählt und seit den ersten Drucken stets ein zwiespältiges Verhältnis dazu unterhalten.

          Zwar begreift sich der Islam mit dem Judentum und dem Christentum als „Buchreligion“. Wenn aber das arabische Wort kitâb heute „Buch“ bedeutet, so sind die ahl al-kitâb, von denen im Koran die Rede ist, doch eher „Schriftbesitzer“ als „Leute des Buchs“ – Bücher in unserem Sinne gab es im siebten Jahrhundert auf der Arabischen Halbinsel nicht. Diese Tatsache, oft verdrängt, betrifft jede Koranübersetzung unmittelbar: Liegt die Schrift in Buchform vor, hat sie eine feste Ordnung, einen Anfang und ein Ende. Und weil wir Bücher so zu lesen gewohnt sind, wird der erste Impuls sein, die Reihenfolge ernst zu nehmen und mit dem Anfang anzufangen, wie die Genesis am Anfang der Bibel steht und mit dem Buch die Welt beginnt.

          Superkommentar gegen die Kritik

          Wer aber so den Koran liest, wird ihn nie verstehen. Die heutige Anordnung der Suren nach absteigender Länge ist Willkür, bar jeder Chronologie oder Logik. Das gilt sogar für die Mikrostruktur: Eine Sure ist kaum je ein geschlossenes, sinnvoll als Einheit zu lesendes Kapitel, und wer sie als solches begreifen will, wird entweder an seinem eigenen Verstand oder dem des Urhebers (Allah, Mohammed oder wer auch immer) verzweifeln. Was der Koran wirklich ist, dafür haben wir erst einen Begriff, seit sich durch das Internet das Ende des Buchzeitalters abzeichnet. Der Koran ist die perfekte Gestalt eines Hypertextes avant la lettre. Aber können wir einen Hypertext lesen und einen nichtlinearen, aus lauter Verweisen und Bezügen bestehenden Text übersetzen und präsentieren wie einen Roman?

          Schon ein erster Blick in die neuen Übertragungen lässt zweifeln. Da ist es wieder, das „Buch“ als Übersetzung des koranischen kitâb, als sei der Koran nach Gutenberg verfasst und habe stets in gebundener Form existiert, mit Fadenheftung, Leineneinband und zwei goldenen Lesebändchen wie die prächtige Ausgabe, die der Erlanger Islamwissenschaftler Hartmut Bobzin nun bei C.H. Beck vorgelegt hat. In der ersten regulären Sure, der zweiten nach der gebetsformelhaften Eröffnungssure, heißt es in Bobzins Übertragung: „Dies ist das Buch, in dem kein Zweifel ist – es ist Geleit für Gottesfürchtige.“ Die Übersetzung „Buch“ ist ein Anachronismus, der jeden Leser unbewusst in die Irre führt, weil er suggeriert, der vorliegende Text sei zu gebrauchen wie das, was man in Buchhandlungen findet. Nun ist dieser berühmte Vers, der zweite der zweiten Sure, für koranische Verhältnisse von der leichtverständlichen, durchaus übersetzbaren Sorte, und doch lauern bereits hier alle Tücken. In der Übersetzung von Muhammad Asad, einem Text, den der Patmos Verlag aus dem Englischen ins Deutsche weiterübertragen lassen musste, heißt die Stelle: „Diese göttliche Schrift – keinen Zweifel soll es darüber geben – ist eine Rechtleitung für alle Gottesbewussten.“

          Der Zweifel, den es nicht geben soll

          Und schon der Zweifel, den es nicht geben soll. Glauben wir dem deutschen Professor oder dem intellektuellen Abenteurer und Islamkonvertiten deutsch-jüdischen Ursprungs? Wer die bei Asad schon anklingende elliptische Emphase mag, kann auch zu der Übersetzung von Ahmad Milad Karimi und Bernhard Uhde im Herder Verlag greifen. Um die deutsche Syntax wird hier kein Federlesens gemacht: „Dies die Schrift, darin kein Zweifel, Rechtleitung für die Gottesfürchtigen.“ So expressionistisch das klingt, man könnte einen oder sogar zwei klassische Übersetzungsfehler vermuten. Das Arabische kennt die Kopula „ist“ nicht, man muss sie also ergänzen. Aber handelt es sich überhaupt um einen Aussagesatz, wie Bobzin nahelegt? Wir schlagen in seinem zweihundertseitigen Kommentar nach. Dort steht: „Den Vers könnte man auch übersetzen: ‚Dieses Buch – kein Zweifel ist in ihm.‘“ Nun scheint wieder Asad mit seiner Fassung recht zu haben. Aber was heißt eigentlich, „darin“ sei kein Zweifel? Ist das nur schlechtes Deutsch für „daran“, eine Art sprachlicher Ansteckung durch das arabische fî, wörtlich „in“? Was soll es bedeuten, wenn ein Zweifel „in“ einer Schrift ist – außer dass sie angezweifelt werden kann? Dann aber hieße der Satz sinngemäß nichts anderes als: „Diese über jeden Zweifel erhabene Schrift ist ein Wegweiser für Gottesfürchtige.“

          Genau so wird die Bedeutung klar, und doch wird in allen Übersetzungen ein Krampf daraus. Karimi und Uhde scheinen zu glauben, gerade die Treue zum Original sei besonders archaisch-expressionistisch. Bei Asad kommt es allein auf die ihm genehme theologische Stimmigkeit an – der Wortlaut, zumal bei dieser Zweitübersetzung aus dem Englischen, zählt gar nicht. Bei Bobzin wiederum schwingt die ganze Geschichte der abendländischen Koranrezeption mit. Daher das „Buch“, daher die um Genauigkeit an falscher Stelle bemühte Halbherzigkeit bei der syntaktischen Einordnung des „Zweifels“, daher das altertümliche, fast heideggerianisch anmutende „Geleit“ – eine Eskorte ist doch wohl kaum gemeint! Erfahrene Übersetzer würden diesen irreführenden Interpretationsmöglichkeiten nicht auf den Leim gehen. Genau das ist Teil des Problems: Alle Koranübersetzer, die neuen wie die alten, der gute alte Rückert ausgenommen, sind keine Übersetzer, geschweige denn erfahrene. Sie sind nur und allein Koranübersetzer und ansonsten Akademiker (Bobzin), Schwärmer (Karimi/Uhde) oder Gläubige mit einer spezifisch exegetischen Agenda (Asad).

          Alle übersetzungen verwirren

          Das heißt zum einen: Der Koran ist gar nicht so unübersetzbar, wie es scheint. Zum anderen: Bis heute verwirren alle Übersetzungen diesen ohnehin verwirrenden Text noch mehr. Zweihundert Seiten Kommentar hängen an den sechshundert Seiten der Übersetzung von Bobzin. Es ist ein kluger, von Gewissenhaftigkeit, Problembewusstsein und größten Kenntnissen zeugender Kommentar. Aber er dient weniger dem Leser als dem Übersetzer zur Absicherung gegen Kritik und als Dialog mit anderen Koranwissenschaftlern. Wenn Bobzin „Schranken Gottes“ übersetzt, steht im Kommentar, dass es wörtlich „Grenzen Gottes“ heißt. Wer nicht ganz so gebildet ist wie Bobzin, denkt bei Schranken an Bahnübergänge, nicht an Grenzbäume. Beides ist nicht falsch, aber die Anmerkung sät ebenden Zweifel an der Übersetzung, den sie austreiben will.

          Und mit diesen zweihundert Seiten nicht genug, ist der Kommentar des Kommentars bereits angekündigt. In diesem Superkommentar werden laut Bobzin genau die Informationen stehen, ohne die eine solche Koranübersetzung kaum vernünftig gelesen werden kann. Zum Beispiel „ausführliche Informationen über die chronologische Einordnung der Suren“. Wer jetzt Sure 96 bei Bobzin liest, bekommt keinen Hinweis darauf, dass diese nach muslimischem Verständnis die erste aller offenbarten Suren ist, in jedem Fall eine der frühesten. Er wird auf den Kommentarband warten müssen oder erst einmal eine Einführung in den Koran lesen, etwa die von Bobzin selbst oder, fast noch besser, die von Michael Cook bei Reclam. Dabei wäre es einfach gewesen, die für den Laien unerlässlichen Informationen zur Chronologie, zum Aufbau der Suren, zur Entstehungsgeschichte, zu den historischen Hintergründen und, warum nicht, den gängigen muslimischen Auslegungen in dem kleingedruckten Kommentarteil mitzuliefern und dafür auf den Hinweis zu verzichten, dass das arabische Wort hudûd „Grenzen“ heiße, nicht „Schranken“.

          Zweisprachige Ausgabe

          Wer von den Hintergründen etwas wissen will, vor allem in ihrer muslimischen Deutung, der muss zur Ausgabe von Mohammad Asad greifen, die zweisprachig gestaltet ist und den Kommentar satztechnisch aufwendig, aber zum Schmökern einladend unter den Versen selbst anordnet. Nicht selten verliert sich Asad allerdings in seiner Privatauslegung des Korans. Man sollte seine Deutung nicht für die letzte Wahrheit nehmen, aber sie vermittelt einen Eindruck von den Diskurswelten muslimischer Selbstauslegung.

          Kommentarlos kommt hingegen die Übersetzung von Karimi und Uhde daher, die den Leser dreist-charmant auf sich selbst zurückwirft, nach dem Motto: Mach doch damit, was du willst! Das tut auch Uhde in seinem emphatischen, dem christlich-muslimischen Dialog auf irgendwie mystische Weise verpflichteten Nachwort. Dafür hat die Sprache von Karimi/Uhde nichts von dem bei Bobzin immer durchhängenden Ballast früherer Übersetzungen. Sie wirkt oft frisch und hat auf eine jugendliche Weise Stil. Was unter den Tisch fällt, sind die teilweise völlig unterschiedlichen Tonlagen des Korantextes, ist der Reim, der zumindest andeutungsweise dazugehört. Das Besondere der koranischen Poesie kennt bei ihnen als deutsches Gegenstück nur die häufige Nachstellung der Adjektive. Manchmal funktioniert das. Manchmal klingt es schlicht komisch: „Wir haben euch verliehen Ermächtigung, eine offenkundige.“ Der Konkurrenz von Bobzins philologisch-sprachlicher Feinarbeit, so umständlich sie oft ist, wird die Fassung von Karimi/Uhde nicht lange standhalten. Aber spätere Übersetzer, die neue Wege beschreiten wollen, könnten hier dereinst manche Anregungen finden: „Und als zurückkehrte Mose zu seinem Volk, zornig, betrübt“ (Sure 7, Vers 150).

          Poetische Gestaltung

          „Als Mose wiederkam zu seinem Volk, voll Zorn und Ärger“ klingt dagegen prosaisch. Tatsächlich besteht die poetische Gestaltung bei Bobzin hauptsächlich im Reim, den er dort verwendet, wo es sich fügt, dezent und fast immer gelungen. Umso störender macht sich vor diesem Hintergrund Bobzins Zug zur Wörtlichkeit, zum Terminologischen, bemerkbar, zum Beispiel bei den Surennamen. Die berühmte, angeblich als erste offenbarte 96. Sure heißt bei Bobzin so hässlich, wie es die deutsche Sprache nur erlaubt „Das Anhaftende“. Aber nicht Tesafilm ist gemeint, sondern etwas, aus dem der Mensch gemacht sein soll: „Trag vor im Namen deines Herrn, der . . . den Menschen aus Anhaftendem schuf.“ Suchen wir Hilfe beim Kommentar: „Die Ausdrucksweise lässt offen, ob damit Lehm, Samenflüssigkeit oder Blut gemeint ist.“ Gereicht dieses Offenlassen der Übersetzung zum Gewinn? Nein, denn das Unschöne und Unverständliche verwirrt unnötig, da die Bedeutung, nämlich eine (klebrige) Körperflüssigkeit oder Samenzelle, von keinem Ausleger in Frage gestellt wird.

          Bobzin, scheint es zuweilen, will in seiner Übersetzung die beiden Extremvarianten deutscher Korane, den von Paret und den von Rückert, miteinander versöhnen. Er versucht einerseits noch genauer zu sein als Paret, andererseits versucht er, von Rückerts Idee, den Koran als Poesie, und das heißt hier in Reimen zu übersetzen, möglichst viel zu retten. Die Vereinbarkeit von Philologie und Poesie, von Wissenschaftlichkeit und Leidenschaft ist eine sehr deutsche, sehr romantische Idee. Aber Herder, Schlegel, Schleiermacher sind zu riesig, um als Vorbilder zu taugen. Bobzin orientiert sich nicht am Machbaren. Er will alles Mögliche – Lehm, Samenflüssigkeit und Blut zugleich – statt nur eines davon, was dafür lesbar wäre und einen Sinn in den Kopf des Lesers zauberte.

          Die Schrift und ihre Verweise

          Diese Hybris kennzeichnet seine Übersetzung als einen großen, fast manischen, zum Scheitern verurteilten und zugleich unbedingt zu würdigenden Versuch. Von allen Übersetzern hat Bobzin es sich am schwersten gemacht. Zu dem Gelungenen dieser Ausgabe, den beiden anderen weit voraus, zählt die Gestaltung. Die Koranverse sind auch als Verse angeordnet. Es gibt Luft zum Durchatmen zwischen diesen Zeilen. Wie leicht wäre es indes gewesen, dieses Prinzip konsequenter anzuwenden und die Sinneinheiten innerhalb der aus Versatzstücken zusammengestellten Suren durch Absätze voneinander abzutrennen und so dem Leser, noch vor jedem Kommentar, zu vermitteln, dass er sich nicht wundern soll, wenn manches nicht zusammenpasst und viele Zusammenhänge unklar sind.

          Allen drei neuen Übersetzungen merkt man wie auch den meisten früheren an, wie der von Gläubigen vehement vertretene Mythos von der Unübersetzbarkeit des Korans auch die nichtgläubigen Übersetzer affiziert und ihnen eine oft unsinnige, der Vermittlung schadende Texttreue auferlegt. Das, was aber am Koran unübersetzbar ist, ist in Wahrheit nichts anderes als das, was auch die Muslime und selbst die gebildetsten arabischen Muttersprachler nicht verstehen und über dessen Deutung sie streiten. Die dadurch bedingte Vielzahl von Auslegungen und möglichen Übersetzungen ist zugleich der natürliche Schutz des Korans vor allen einsinnigen Auslegungen. Nicht zuletzt die Vielzahl und die Unzulänglichkeit der Übersetzungen sind es, die das Bewusstsein wachhalten, dass wir es nur mit einer Übersetzung zu tun haben – ein Bewusstsein, das im Fall der Bibel jahrhundertelang nicht existiert hat und heute noch bei allen Evangelikalen und Bibeltreuen so schwach ausgebildet ist, dass sie sich, ohne mit der Wimper zu zucken, auf Übersetzungen berufen, als wären diese vom Herrgott selbst autorisiert. Sie tun damit dasselbe, was die Fundamentalisten und die sich in ihnen spiegelnden sogenannten Islamkritiker mit dem Koran zu tun versuchen.

          Isolierte Aussagen nicht möglich

          Die hypertextuelle Struktur des Textes macht es jedoch unmöglich, einzelne Aussagen zu isolieren. Nicht nur haben wir es nicht mit einem Buch im klassischen Sinn zu tun. Der Text bildet auch keine abgeschlossene Sinneinheit, sondern existiert sinnvoll nur in einem Verweiszusammenhang. Selbst die beste Übersetzung ist zwangsläufig Fragment, weil sie die Kontexte nicht oder nur begrenzt mitübersetzen kann. Der Hang zum Kommentar und zum Kommentar des Kommentars wie bei Bobzin erweist sich insofern nicht als bloße philologische Marotte, sondern spiegelt die potentielle Endlosigkeit des Hypertextes selbst. Dem Werbespruch „Jesus lebt“ kann der Islam mit vollem Recht das Motto „Der Koran lebt“ entgegenstellen.

          Jede Zuschreibung wie jede Übersetzung ist daher eine Fortführung und ein Weiterschreiben. Und nicht nur der Koran schreibt sich so weiter, sondern ebenso die Übersetzungen, mitsamt den sich anlagernden Forschungen. Wenn von den deutschen Koranen daher einer vor den anderen empfohlen werden soll, dann falle die Wahl auf Bobzins Fassung. Nicht weil sie den endgültigen, nicht einmal weil sie endlich einen lesbaren deutschen Koran liefert, sondern als der traditionsbewussteste und bildungsbeflissenste Spross des knorpeligen deutschen Astes, der aus dem hypertextuellen Stamm des einzigen und ewigen arabischen Korans gewachsen ist.

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