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Buch zum Krieg in der Ukraine : Der Hipster-Held an der Front

Rückblick ins Heute: Auch wenn „Nullpunkt“ in der Vergangenheit spielt, ist es noch heute aktuell. Bild: AP

Der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech ist jetzt Soldat. 2015 wurde er zum ersten Mal einberufen, 2022 noch einmal. Über den alten Krieg hat er ein geniales Buch geschrieben. Sein „Nullpunkt“ ist so literarisch wie aktuell.

          3 Min.

          Warum sollte man Bücher über Kriege lesen? Kriege sind langweilig und gleich: Schüsse, Beschuss und Bomben, Zerstörung, Vergewaltigung und Folter, Gefangenschaft, Gefangenenaustausch und Tod.

          Anna Prizkau
          Redakteurin im Feuilleton.

          Ja, „Krieg ist uninteressant“, das lässt der ukrainische Schriftsteller Artem Tschech in „Nullpunkt“ auch seinen Helden Artem Tschech aussprechen. Der Buch-Tschech wird eingezogen, er kommt als Kiewer Hipster und Schriftsteller in seinen „New Balance“-Turnschuhen in einer Welt an, die er nicht versteht. Sie ist bevölkert von Rohlingen und Dörflern, Säufern, Anständigen und Unanständigen – „wo bin ich gelandet, wer sind diese Menschen, und wo sind die tapferen, jungen Helden von den Plakatwänden?“, denkt er am Anfang.

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