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Rezension: Sachbuch : Und er war groß im Lande Ägypten

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Moses kündete von dem einzigen Gott - Jan Assmann hält Fürsprache für die Götzen der Heiden / Von Franziska Augstein

          9 Min.

          Von allen Plagen, welche die Kultur des Abendlandes sich selbst auferlegt hat, wirkten wenige so fürchterlich wie das erste Gebot. Die Unduldsamkeit gegenüber anderen Göttern war etwas Neues. Die polytheistischen Religionen der Antike konnten ihr sakrales Pantheon mühelos in die Götterhimmel fremder Kulte übersetzen. Mit der monotheistischen Ausschließlichkeit, schreibt Jan Assmann, sei "die Unterscheidung . . . zwischen wahrer Religion und Götzendienst" in die Welt gekommen. Es war der Sündenfall der Theologie. Assmanns Buch über Moses den Ägypter sehnt sich nach Erlösung von der Streitsucht, die alle Völker überkam, die ihren einen Gott für den einzigen hielten.

          Der Überbringer einer Botschaft ist oft zu Unrecht mit derselben identifiziert worden. Im Falle des Moses stimmt der Topos allerdings. Der Gesetzgeber brachte die Tafeln vom Berg Sinai und mit ihnen das, was Assmann die "Mosaische Unterscheidung" nennt: die Order, zwischen dem "wahren" Gott und den "falschen" Götzen zu trennen. Der Urtext dieser Revolution in der Religion ist die Geschichte vom Exodus, vom Auszug aus der ägyptischen Kultur. Sie machte "Ägypten zum Symbol des Ausgegrenzten, Verworfenen, religiös Unwahren und zum Inbegriff des ,Heidentums'".

          Angesichts des unversöhnlichen Gegensatzes zwischen der Vielgötterei im Land Mizraim und der biblischen Offenbarung mußte es der christlich-jüdischen Theologie zu denken geben, daß Moses selbst, wie die hebräische Bibel bezeugt, "groß im Lande Ägypten" war. Was hat diese Stelle zu bedeuten, und was der Hinweis im Neuen Testament, Moses sei "in aller Weisheit der Ägypter" ausgebildet worden? War Moses ägyptischer Abstammung? War er gar vom Kultus der Ägypter geprägt? Diese Fragen haben Polyhistoren und Philosophen seit der Antike beschäftigt. Von ihren Antworten handelt Assmanns Buch.

          Es geht um ein Drama im Weltmaßstab, um einen Kampf von titanischer Wut: hier das polytheistische Leben und leben lassen - dort die Engstirnigkeit des absolutistischen Monotheismus. Der politische Pluralismus der modernen Demokratie wird diesertage gelegentlich auf den Polytheismus projiziert. Der Gedanke steht moralisch hoch und ist intellektuell sehr flach. Den ethischen Schuh zieht Assmann sich an, sein grobschlächtiges Gegenstück läßt er aber links liegen. Manchmal macht er den Eindruck, als gehe er auf einem Socken durch seine Geschichte. Ähnliches gilt für den Monotheismus: Aus dem könnte die Menschheit, selbst wenn es gewünscht würde, nicht aussteigen. Dafür plädiert Assmann denn auch nicht. Wofür aber dann?

          Alle jene Denker, so sein Kalkül, die Moses' Herkunft aus Ägyptenland nicht wegredeten, haben zur Rehabilitierung des verachteten Ägypten und seiner Vielgötterei beigetragen und damit, könnte man sagen, das Gesprächsklima verbessert. "Moses der Ägypter" spürt Theorien auf, die der Verunglimpfung der ägyptischen Idolatrie entgegenwirkten. In der historischen Metamorphose der Moses-Rezeption von Maimonides bis Sigmund Freud sucht das Buch nach den Anzeichen für eine Mäßigung der Mosaischen Unterscheidung.

          Der Autor ist Partei, als Ägyptologe und als Deutscher. Es brachte der radikale Anspruch des Monotheismus ja auch den Antisemitismus hervor: Ein Gott, der alle anderen verteufelt, zieht auf sich und die Seinen den Haß - besonders den Haß derjenigen, die in derselben Ausschließlichkeit leben. Damit will Assmann sich nicht abfinden. Sein Buch hat einen Hintergedanken, angedeutet nur, aber doch erkennbar: Der Widerspruch gegen die Mosaische Unterscheidung läuft auf eine moralische Entlastung des christlichen Abendlands hinaus. "Moses der Ägypter" ist nicht bloß eine neue Wortmeldung in der Moses-Debatte, sondern auch ein Nachwort auf den Antisemitismus: Wer die ägyptischen Kulte nicht gänzlich verdammte, liest man zwischen den Zeilen, versagte sich jenem Denken, das den Antisemitismus hervorbrachte.

          Die Theologie der Antike und der frühen Neuzeit gibt Ideen an die Hand, von denen der Autor glaubt, daß sie seinem Anliegen weiterhülfen. Die merkwürdigen Parallelen zwischen dem ägyptischen Ritus und der mosaischen Gesetzgebung deutete der Hebraist John Spencer im siebzehnten Jahrhundert als göttlichen Kniff: Die Fügung des Herrn hatte die hebräischen Riten den ägyptischen nachgebildet, so daß diese mühelos ersetzt werden konnten. Für Assmann ist das eine Etappe auf dem Auszug aus der monotheistischen Rigidität. Die mosaische Gesetzgebung wurde historisiert: "Spencer suchte den in der Vernunft nicht zu findenden Sinn der Ritualgesetze nicht in ihrem Ende und ihrer Vorausdeutung auf Christus, sondern in ihrem Ursprung und ihrer Herleitung aus der Geschichte."

          Noch Generationen nach John Spencers Tod im Jahr 1693 wurde er in eifernden Streitschriften attackiert. Am einfachsten war es, den Ägyptern zu unterstellen, sie hätten die mosaischen Riten kopiert. Das war zwar historisch angreifbar. Aber daß ein Ritual wie die Beschneidung, das Zeichen der Zugehörigkeit zum Abrahamitischen Bund, der ägyptischen Priesterschaft abgeschaut sein sollte, beleidigte die christliche Vorstellungskraft, die in der frühen Neuzeit auf das Alte Testament noch nichts kommen ließ.

          Erst die rationalistische Bibelkritik hat sich einen historisch plausiblen Vers auf die Parallelen zwischen den ägyptischen und den mosaischen Gesetzen gemacht. Im achtzehnten Jahrhundert wurde die Psychologie von Herrschaft vielfach erörtert. Nun fanden die Bibelexegeten einen guten Grund dafür, daß Moses manche ägyptische Gepflogenheiten übernahm: Den ungebildeten israelitischen Hirten, so vermuteten diese Theologen, habe der Volksführer die Unterwerfung unter Gottes Herrschaft erleichtert, indem er auf Rituale zurückgriff, an die sich die Hebräer in der ägyptischen Gefangenschaft gewöhnt hatten. So sackte die mosaische Gesetzgebung im Verständnis der Zeitgenossen allmählich vom Himmel zur Erde herab: Moses' "göttliche Inspiration" wurde zur Klugheit des Legislators. Freidenker wie der Jenaer Philosoph Karl Leonhardt Reinhold und sein Kollege am Ort, Friedrich Schiller, glaubten sogar, daß die ägyptische Mythologie genauso wahr sei wie der Monotheismus: Letztlich zeugten beide von einer natürlichen Religion.

          Assmanns Darstellung dieser Entwicklung ist methodisch verzwickt: Sie bedient sich moderner Theorien und ist zugleich auf dem Stand der zeitgenössischen Debatten. Wenn sich die Gedanken des Buches unter einem ganz hohen Himmel entfalten, dann deshalb, weil hier ein Ägyptologe spricht. Assmann kennt Ägypten besser als die vielen Autoren, die in die Moses-Debatte verwickelt waren. Alle verabscheuten die Abgötterei im Land Mizraim. Aber einige meinten, dahinter die verbrämten Überreste der Offenbarung zu entdecken, von der sie ja glaubten, daß sie ursprünglich allen Menschen verkündet worden sei.

          Ägypten als monotheistische Diaspora - die Idee hatte einen wahren Kern. Verblüffenderweise gab es nämlich tatsächlich einen monotheistischen Kult am Nil. Nur daß die Ägypter mit dieser Religion nichts anfangen konnten. Sie wurde im vierzehnten Jahrhundert vor der Zeitrechnung von Amenophis IV., genannt Echnaton, gestiftet - drei Jahrtausende später wunderten die Ausgräber sich über sein manieriert langgezogenes Gesicht. Dieser Pharao - seine Gemahlin war Nofretete - führte den Kult eines Lichtgottes namens Aton ein. Assmann erzählt aus der Ägyptologie: Er beschreibt, wie die kurze Herrschaft des Pharao, die sogenannte Amarna-Zeit, in eine Pestwelle mündete und wie seine Nachfolger alles taten, sein Andenken zu tilgen. Wenige Jahre nach seinem Tod war er vergessen. Allein die Erinnerung an etwas Schreckliches blieb zurück. Als stille Post im Fundus der Traditionen wurde sie weitergegeben, verwandelte sich und verschmolz mit anderen Überlieferungen. Mag sein, daß einige Partikel dieses mythischen Flusses sich auch in der Exodus-Geschichte abgelagert haben.

          Ein weiteres Ressentiment, das in den Moses-Mythos eingegangen sein mag, ergab sich aus der Herrschaft der hebräischen Hyksos, die im siebzehnten Jahrhundert ins Nildelta einwanderten und den unangenehmen Baal verehrten. Sie waren keine Monotheisten, aber in der Rückschau, schreibt Assmann, sei ihre Invasion "zu einem religiösen Konflikt umgedeutet" worden. In der Exodusgeschichte ging die mythische Verdrehung noch weiter: Aus den Beherrschern wurden die Knechte der Ägypter.

          Verdrängen, vergessen, verklären - das kollektive Gedächtnis gehorcht dem Anspruch auf Berechenbarkeit nicht, den die herkömmliche Geschichtsforschung an ihren Gegenstand stellt. Assmann hält sich denn auch an die jüngere Mnemohistorie, die sich mit dem kollektiven Unbewußten befaßt. Sein Loblied auf diese Herangehensweise ist so groß, daß man sich mitunter wünscht, er möge sich von seiner Begeisterung bald erholen. Was hingegen die als Diskussion bewußt geführte Moses-Debatte angeht, so erklärt er, die Geschichte eines "Diskurses" zu schreiben, in dem es nicht darum gehe, wer Moses eigentlich gewesen, sondern darum, für wen er jeweils gehalten wurde. Diese Form der Diskursanalyse hat der Historiker J. G. A. Pocock in den siebziger und achtziger Jahren mit Aplomb bekanntgemacht und unbekümmert einfach "Tunnelgeschichte" genannt.

          Die toleranten Aufklärungsphilosophen, die Assmann anführt, hatten an den Fundamenten der Mosaischen Unterscheidung gekratzt, verharrten dabei aber im Rahmen einer Heilslehre. So weit gekommen, macht Assmann einen Satz zu Sigmund Freud, der jede Religion zur Neurose erklärte und die Geschichte vom Exodus in seine Theorien über den Ursprung der Kultur aus dem Vatermord einfügte. Nicht anders als der ägyptische Priester Manetho und der römische Historiker Strabo hielt auch Freud den Anführer der Israeliten für einen Ägypter.

          "Der Mann Moses und die monotheistische Religion", 1939 publiziert, war von Freuds Lektüre der ägyptologischen Forschungsergebnisse inspiriert. Gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts hatte der Archäologe James Henry Breasted den Aton-Kult des Echnaton rekonstruiert und auf die Parallelen zur Mosesgeschichte hingewiesen. "Freud wußte, was alle anderen nicht wußten", schreibt Assmann: Es hatte tatsächlich eine "monotheistische und theoklastische Gegenreligion in Ägypten" gegeben. Der Mann Moses war in Freuds Auslegung so trotzig, sich dem Scheitern dieser Religion zu widersetzen, und in ihrer Orientierungslosigkeit schlossen die "wilden Semiten" sich ihm an. In Freuds Augen war der Monotheismus also eine ägyptische Erfindung. Indem er das herausarbeitete, schreibt Assmann, "glaubte Freud, die mörderische Unterscheidung zu dekonstruieren."

          Ob Freud das wirklich glaubte? "Der Mann Moses" spiegelte sein Bemühen, den Antisemitismus zu verstehen. Das Buch dreht sich auch um die Ursprünge der jüdischen Identität. Assmann ist indes der Meinung, daß Freud nicht das Judentum, sondern den Monotheismus als den Stein des Anstoßes betrachtet habe, der den Haß der Völker provozierte. Demnach hätte der Antisemitismus sich ihm als ein grandioser historischer Irrtum offenbart. Wenn Freud das so gesehen haben sollte, dann fragt man sich allerdings, warum er das nicht klarer sagte. Will Assmann Freud den Kredit für einen Gedanken zuschustern, den in Wahrheit er selbst gehabt hat? "Der Mann Moses" ist freilich so kompliziert wie Freuds Verhältnis zum Judentum und bietet vielen Interpretationen Raum. Unabhängig davon, ob Freud im Jahr 1939 das Problem des Antisemitismus wirklich auf den Monotheismus verlagerte, ist Assmanns Freud-Kapitel bestechend. Das gilt vor allem für seine Schilderung der Lektüre, die dem "Mann Moses" zugrunde lag.

          Auf zahlreichen Nebenschauplätzen betreibt Assmann motivgeschichtliche Spurensuche: Er handelt von dem metaphorischen Schleier, hinter dem die Romantiker die tiefsten Wahrheiten ansiedelten. Er schreibt über die Symbolik der Krankheit, die er von der Pest nach Echnatons Regentschaft bis zu den Schmähworten der Nazis verfolgt. Er analysiert das Verhältnis zwischen der Wahrheit des Alphabets und dem Geheimnis der Hieroglyphen, zwischen den ägyptischen Mysterien und der Volksreligion. Alles immer auch durch die Brille der alten Autoren gesehen, die er auftreten läßt.

          Hätte Assmann manchen Heutigen weniger zugehört, wäre es wohl kein Verlust gewesen. Insbesondere überschätzt er Martin Bernal, der versuchte, die griechische Kultur auf Ägypten zurückzuführen. Diese These lehnt Assmann ab, aber Bernals Schilderungen der Dreisamkeit von romantischer Griechenliebe, Ägyptophobie und Antisemitimsus finden sein Lob. Napoleons Feldzug nach Ägypten erinnerte die Europäer an die Existenz des fernen Landes, und eine Welle der modischen Ägypten-Begeisterung rollte über den Kontinent hin. So schnell, wie sie sich aufgetürmt hatte, zerging sie auch wieder. Was aber Bernal über diese Entwicklung schreibt, ist die überzeichnete Wiedergabe dessen, was andere - vor allem Leon Poliakov - früher und besser gesagt haben.

          Die Kontinuität von Assmanns Geschichte wird durch die literarischen Interessen der Hauptakteure gestiftet. Freud las Schiller, Schiller las Reinhold, Schiller und Reinhold lasen den englischen Theologen Warburton, Warburton las Spencer. Und alle kannten die antiken Autoren sowie die Patristik. So und so ähnlich verlaufen die Routen durch die Quellen. "Moses der Ägypter" ist ein großes Buch, unabhängig davon, ob jeder Leser sich davon überzeugen läßt, daß die Rehabilitierung der ägyptischen Religion und die Unterminierung der Mosaischen Unterscheidung wirklich in eins fallen.

          Daß die Anhänger der geistigen Emanzipation - John Toland, Reinhold, Schiller - einer Toleranz das Wort redeten, die auf eine Schwächung der Mosaischen Unterscheidung hinauslief, ist leicht einzusehen. Und daß die historisierende Bibelkritik, ob sie es wollte oder nicht, die philosophische Freigeisterei mit Zündstoff ausstattete, glaubt man sofort. Es ist ein wenig verwunderlich, daß ein deutscher Theologe wie Johann David Michaelis nicht erwähnt wird, immerhin haben seine Bibelkommentare zur Historisierung der Exodus-Geschichte Erkleckliches beigetragen. Aber Michaelis hat auch die Juden geschmäht. Das mag ihn disqualifiziert haben.

          Daß indes die englischen Theologen, die Assmann als Zeugen aufruft, an einer Verteidigung Ägyptens interessiert gewesen sein sollen oder auch nur versehentlich dazu beitrugen, ist noch merkwürdiger. Ein Kronzeuge, der für "entscheidend" gilt, ist William Warburton (1698 bis 1779). Warburton ist deshalb besonders interessant, weil er weder zu den intellektuellen Libertins der Epoche noch zu den schnell gelangweilten poetischen Enthusiasten zählte. Er war Theologe, der Bischof von Gloucester und, laut Dr. Johnson, ein Verfechter der Religion, der so waffenstarrend in die Schlacht zog, daß er sich unter dem Gewicht der eigenen Ausrüstung kaum rühren konnte.

          Warburton soll die ägyptischen Kulte zumindest in einer Hinsicht theologisch gerechtfertigt haben. Es war eine verbreitete Ansicht der Zeit, daß die ägyptischen Priester die Hieroglyphen dazu benutzten, das Volk hinters Licht zu führen: Mittels ihrer geheimnisvollen Zeichensprache hätte die herrschsüchtige Kaste darüber hinweggetäuscht, daß sie in Wahrheit auch nicht näher an der Wahrheit lebte. Diese Meinung, schreibt Assmann, habe Warburton nicht geteilt: Er sei vielmehr überzeugt gewesen, daß die Priester sich tatsächlich über tiefere religiöse Einsichten verständigten.

          War er das? Es sieht nicht so aus. Folgt man dem Historiker Paolo Rossi, dessen "The Dark Abyss of Time" Assmann selbst zitiert, dann war der Bischof der Meinung, "daß im Hinblick auf heidnische Völker" alle Kritiker recht hätten, welche die Religion für Betrug erklärten. In dieses Urteil waren die Ägypter ausdrücklich eingeschlossen. Im Widerstreit gegen den Spinozismus hat Warburton sich eingehend mit den ägyptischen Traditionen der mosaischen Epoche befaßt. Aber nie beschrieb er den ägyptischen Polytheismus anders denn als üble Verirrung und philosophische Korruption.

          Assmann nennt einige Theologen aus der frühen Neuzeit, die im Rückgriff auf antike Konzepte den Monotheismus und den Polytheismus nolens volens miteinander vermittelten. Aber Warburton tat das wohl kaum. Der Begeisterung, mit der man Assmanns Buch liest, und den Einsichten, die es vermittelt, tut das keinen Abbruch: Für gewöhnlich, so lautet eine alte Regel, versteht der Leser eines Textes nur das, was er ohnedies schon weiß. Dementsprechend selten sind die Bücher, die ihre Leser für das begeistern können, was sie noch nicht wissen. Zu diesen seltenen Werken gehört "Moses der Ägypter".

          Jan Assmann: "Moses der Ägypter". Carl Hanser Verlag, München 1998. 352 S., Abb., geb., 49,80 DM.

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